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12.11.2007 Diabetikern im Straßenverkehr droht Gefahr durch Unterzuckerung
Durch die Behandlung, speziell mit Insulin, könnten die Blutzuckerwerte von Diabetikern zu stark absinken und zu einer Unterzuckerung führen. Diese kann im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit führen. Darüber hinaus können Diabetiker unter Sehstörungen leiden. „Eine regelmäßige Überprüfung der Sehtüchtigkeit ist daher gerade für Diabetiker besonders wichtig", rät Prof. Standl Wer als insulinpflichtiger Diabetiker im Auto unter ungewöhnlichem Heißhunger, Herzklopfen, Zittrigkeit und Sehstörungen leidet, sollte deshalb schnellstmöglich anhalten und den Blutzucker messen. Für solche Fälle sollte immer Traubenzucker griffbereit liegen, denn dieser erhöht den Blutzuckerspiegel bei Unterzuckerung besonders schnell. Langsamer wirkende Kohlenhydrate (Apfel, Brotscheibe) heben den Blutzuckerspiegel dauerhafter an. Erst nach Behebung des Unterzuckers sollte man weiterfahren. Pausen zum Essen nutzen„Generell sollten sich Diabetiker nach ungewohnten körperlichen Anstrengungen nicht sofort ins Auto setzen, sondern vorher den Blutzucker testen und entsprechend etwas essen", empfiehlt der Diabetologe. Außerdem sei es ratsam, auf längeren Strecken etwa alle 2 Stunden Pause zu machen, Blutzuckertests und Mahlzeiten einzuhalten sowie lange Nachtfahrten zu vermeiden. Diabetikerausweis, Blutzuckerteststreifen, auch Insulin-Pens und Notfallmedikamente (Glukagon) sollten Diabetiker immer mit sich führen. Grundsätzlich ist das Unfallrisiko von Diabetikern mit gut eingestelltem Blutzuckerwert nicht höher als das anderer Verkehrsteilnehmer. Kommt es jedoch zu einem Unfall, bei dem Unterzuckerung als Ursache nachgewiesen wird, muss der Betroffene ein verkehrsmedizinisches Gutachten vorlegen, das seine Fahreignung beurteilt.
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