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16.11.2007

Folgen einer Fettleber werden oft unterschätzt

Eine Fettleber ist die häufigste Lebererkrankung in Deutschland. Mindestens 10 Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen. Eine Fettleber kann zu ernsthaften Komplikationen führen, wenn sich die Leber entzündet und eine so genannte Fettleber-Hepatitis entsteht. Auf dem 46. Bayerischen Internisten-Kongress in München erörtern Mediziner deshalb, wie diese manchmal gefährliche Erkrankung erkannt und behandelt werden kann.

Der bekannteste Auslöser einer Verfettung der Leberzellen ist zwar vermehrter Alkoholkonsum. „Sehr viel häufiger wird eine Fettleber jedoch durch die Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Bluthochdruck und einer Erhöhung der Blutfette hervorgerufen", sagt Dr. Ewert Schulte-Frohlinde von der Vereinigung Bayerischer Internisten. Dadurch werden die Leberzellen zunehmend unempfindlich gegenüber körpereigenem Insulin. Wenn sich die Leber zusätzlich entzündet, besteht die Gefahr, dass eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) entsteht. Dann drohen Blutungen aus Krampfadern der Speiseröhre, Bauchwassersucht oder Leberkrebs.

Um diese Komplikationen zu vermeiden, muss eine Fettleber frühzeitig erkannt und der Patient beraten werden, wie er seinen Lebensstil künftig ändern sollte. „Denn eine Fettleber kann am besten behandelt werden, indem man den Auslöser ausschaltet", so Dr. Schulte-Frohlinde. So können eine Verringerung des Kohlenhydratanteils und eine damit verbundene Gewichtsabnahme zusammen mit körperlicher Aktivität zu einer Besserung der Fettleber führen. Auch eine Impfung gegen die Viruserkrankungen Hepatitis A und Hepatitis B verringert die Gefahr, dass eine Fettleber gefährliche Folgen hat. „Medikamenten gegen Fettleber sollten dagegen nicht eingenommen werden, da die bisher untersuchten Substanzen entweder wirkungslos oder selbst die Leber schädigen sowie zu einer Gewichtszunahme führen können", warnt der Leberspezialist vom Klinikum Rechts der Isar in München.

 

 

46. Bayerischer Internisten-Kongress
Samstag/Sonntag, 17./18. November 2007
Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München



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