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16.11.2007 Folgen einer Fettleber werden oft unterschätzt
Der bekannteste Auslöser einer Verfettung der Leberzellen ist zwar vermehrter Alkoholkonsum. „Sehr viel häufiger wird eine Fettleber jedoch durch die Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Bluthochdruck und einer Erhöhung der Blutfette hervorgerufen", sagt Dr. Ewert Schulte-Frohlinde von der Vereinigung Bayerischer Internisten. Dadurch werden die Leberzellen zunehmend unempfindlich gegenüber körpereigenem Insulin. Wenn sich die Leber zusätzlich entzündet, besteht die Gefahr, dass eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) entsteht. Dann drohen Blutungen aus Krampfadern der Speiseröhre, Bauchwassersucht oder Leberkrebs. Um diese Komplikationen zu vermeiden, muss eine Fettleber frühzeitig erkannt und der Patient beraten werden, wie er seinen Lebensstil künftig ändern sollte. „Denn eine Fettleber kann am besten behandelt werden, indem man den Auslöser ausschaltet", so Dr. Schulte-Frohlinde. So können eine Verringerung des Kohlenhydratanteils und eine damit verbundene Gewichtsabnahme zusammen mit körperlicher Aktivität zu einer Besserung der Fettleber führen. Auch eine Impfung gegen die Viruserkrankungen Hepatitis A und Hepatitis B verringert die Gefahr, dass eine Fettleber gefährliche Folgen hat. „Medikamenten gegen Fettleber sollten dagegen nicht eingenommen werden, da die bisher untersuchten Substanzen entweder wirkungslos oder selbst die Leber schädigen sowie zu einer Gewichtszunahme führen können", warnt der Leberspezialist vom Klinikum Rechts der Isar in München.
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