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04.01.2008

Viele Diabetiker pflegen Haut zu wenig

Diabetiker pflegen ihre Haut oft nicht genug. Die erhöhten Blutzuckerwerte bei Diabetes führten zu einer starken Austrocknung der Haut und der Schleimhäute. Auch die Aktivitäten von Schweiß und Talgdrüsen sind aufgrund von Nervenstörungen bei Diabetikern oft reduziert. „Dadurch können bei Diabetikern leicht offene Wunden entstehen", warnt Prof. Eberhard Standl vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) anlässlich des heutigen Welt-Diabetestages.

Um trockener Haut entgegenzuwirken, sollten zuckerkranke Patienten zunächst ihren Blutzuckerspiegel einstellen lassen und außerdem viel trinken, mindestens 2 Liter pro Tag. Auch sollte die Haut regelmäßig eingecremt werden. Hierzu eigneten sich Pflegeprodukte mit feuchtigkeitsbindenden Bestandteilen wie etwa Harnstoff (Urea). Trockene Haut beginnt oft zu jucken, auch die Wundheilung kann gestört sein. Besonders häufig betroffen sind Füße und Beine sowie Hände und das Gesicht.

Diabetischer Fuß erhöht Infektionsgefahr

Hinzu kommt die Gefahr eines so genannten diabetischen Fußes. Dabei können schon kleine Verletzungen oder Druckstellen Infektionen auslösen. Diabetesbedingte Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen sind die Ursache dieser schlechten Wundheilung. Von den Wunden können Infektionen ausgehen, die sich manchmal auch mit Antibiotika nicht eindämmen lassen. Außerdem wird das Gewebe der infizierten Wunden häufig zerstört. Oft bleibt nur noch die Amputation der betroffenen Extremität, um das Leben des Patienten zu retten.

„Diabetes-Patienten sollten deshalb Ihre Füße täglich auf Blasen, Druckstellen oder Risse hin kontrollieren und Verletzungen unbedingt vermeiden", rät Prof. Standl. Fußnägel, Schwielen oder Hühneraugen sollten nicht mit scharfen Gegenständen bearbeitet werden. Auch regelmäßiges Waschen und Pflegen der Füße ist wichtig.

 

 



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