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27.11.2007 Magen-Darm-Grippe fordert mehr Todesopfer als in den Jahren zuvor
Die stärkste Norovirus-Welle der vergangenen Jahre hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in diesem Jahr bereits zu 48 Todesfällen in Deutschland geführt. Ältere Menschen und Kinder sind von der Infektion besonders gefährdet: 46 Menschen, die an dem Brechdurchfall starben, waren zwischen 70 und 80 Jahren. Zudem treten Norovirus-Infektionen in Seniorenheimen und Kindergärten gehäuft auf. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Norovirus-Erkrankung zu sterben, ist insgesamt jedoch sehr gering. Laut RKI liegt sie bei weniger als 1%. Grund für die hohen Infektionszahlen in diesem Jahr ist nach Angaben des Instituts die besonders heftige Norovirus-Welle des vergangenen Winters. Für 2007 erwartet das RKI die höchsten Infektionszahlen seit dem Jahr 2000. Die Todesfallzahlen stehen jedoch in keinem Vergleich zu einer Grippewelle, die pro Jahr zu mehreren tausend Toten führen kann. Warum sich gerade im Winter besonders viele Menschen mit Noroviren anstecken, ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich ist die Immunabwehr des Menschen während der kalten Jahreszeit geschwächt. Möglicherweise gedeiht der Erreger bei Kälte auch besser. Auch das engere Beisammensein von Menschen in geschlossenen Räumen kann eine Rolle spielen. Hygiene schützt vor AnsteckungUm sich nicht mit Noroviren anzustecken, ist vor allem Hygiene wichtig. Durch Händewaschen und die Säuberung von Toilettensitzen, Waschbecken oder Türklinken lässt sich die Infektionsgefahr mindern. Erbrochenes sollte nur mit Gummihandschuhen und Einwegtüchern beseitigt werden. In Pflegeeinrichtungen sollten Patienten ein Einzelzimmer mit eigener Toilette bekommen.
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