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17.12.2007

Glückshormone stärken das Herz

Manche Hormone machen nicht nur glücklich, sie sind auch gut fürs Herz. Diese Botenstoffe, so genannte Endorphine und Opioide, werden z. B. beim Sport oder beim Sex gebildet und verringern die Gefahr für einen Herzinfarkt. Mit dieser Entdeckung amerikanischer Wissenschaftler lässt sich nun erklären, warum Sport selbst bei Menschen mit Herzproblemen positiv auf das Herz wirkt. Denn wer viel Sport treibt, hat ein geringeres Infarktrisiko und überlebt eher eine Herzattacke.

Die Forscher hatten in einer Untersuchung an Mäusen festgestellt, dass körperlich aktive Tiere genauso häufig einen Infarkt erlitten wie ihre inaktiven Artgenossen, wenn die Forscher die Wirkung der euphorisierend wirkenden Glückshormone blockierten. Gleichzeitig beobachteten sie eine Reihe von Veränderungen im Herzmuskel der aktiven Tiere. Diese Veränderungen könnten ein neuer Ansatz für künftige Medikamente sein, um Herzinfarkte bei Menschen zu verhindern, die keinen Sport betreiben können.

Ausreichende körperliche Bewegung ist ein einfacher Weg, wie man sein Herz vor einem Infarkt und seinen Folgen  schützen kann", betont Prof. Martin Halle vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Zahlreiche weit verbreitete Krankheiten ließen sich durch Sport in vielen Fällen verhindern oder in ihren Auswirkungen abmildern. „Denn Sport wirkt sich nicht nur positiv auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte, Arteriosklerose und Schlaganfall aus, er hilft auch, Osteoporose, Depressionen, Übergewicht und Diabetes zu verhindern", so der Sportmediziner. Selbst bei Krebserkrankungen habe er eine positive Wirkung. Um von Sport zu profitieren, muss man Prof. Halle zufolge nicht einmal Hochleistungssportler sein: „Eine halbe Stunde täglich aktiv zu sein, reicht meist schon völlig aus".

 

 



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