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20.12.2007

HIV vermehrt sich im Darm auch nach einer Behandlung

Auch wenn durch eine Behandlung die Anzahl der HI-Viren (Viruslast) im Blut von HIV-Patienten unter die Nachweisgrenze sinkt, können sich die Erreger im Darm weiter ausbreiten. Dies haben Forscher in Argentinien jetzt bestätigt, die den Zusammenhang zwischen der Virusmenge im Blut und im Darmgewebe untersucht haben (AIDS 2007, 21: Seite 2106). Ihren Untersuchungsergebnissen zufolge erlaubt die Menge der Viruspartikel im Blut keine Rückschlüsse auf die Virusmenge in der Darmschleimhaut.

Demnach hat eine Verringerung der Virusanzahl durch Medikamente im Blut keinen Einfluss auf die Viren in der Darmschleimhaut. Dort bleibt die Zahl der Erreger nahezu gleich. Unbehandelte Studienteilnehmer hatten genauso viele Partikel im Darm wie Betroffene, deren Viruslast im Blut dank einer erfolgreichen antiretroviralen Behandlung unter die Nachweisgrenze gesunken war.

Der Darm kann bei einer erfolgreichen antiretroviralen Behandlung also ein Reservoir für HI-Viren bilden, von dem nach Ansicht der Forscher eine Gefahr für eine erneute Ausbreitung des Erregers ausgehen könnte. „Die Ergebnisse bestätigen die bisherigen Erfahrungen, dass eine endgültige Heilung und völlige Entfernung der Viren bislang nicht möglich ist", betont Dr. Peter Walger vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Die HI-Viren könnten sich somit jederzeit bei einer Behandlungsunterbrechung erneut vermehren. „Deshalb müssen HIV-Patienten nach den bisherigen Erkenntnissen in jedem Fall zeitlebens Medikamente gegen die Viren einnehmen", so Walger. 

Weitere Informationen zum Thema HIV und Aids finden Sie auch unter www.hiv-info.de.

 



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