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17.02.2017

Yoga allein reicht nicht, um das Herz gesund zu halten

Etwa 350.000 Deutsche pro Jahr sterben an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen - das sind mehr als an Krebs. Das Herz braucht, um gesund zu bleiben, bekanntlich Bewegung. Denn Sport senkt die Blutfettwerte und erweitert die Gefäße. Die Deutsche Herzstiftung rät deshalb dazu, mindestens zwei bis drei Mal die Woche Sport zu treiben. „Es reicht aber nicht, nur zum Yoga zu gehen", betont Prof. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Herzstiftung. „Yoga kann man zusätzlich machen, aber wichtig fürs Herz ist Ausdauersport." Sinnvoll seien z.B. Joggen, Fahrrad fahren oder auch Walken.

Was eine gesunde Ernährung angeht: Gut für das Herz ist die sogenannte Mittelmeerküche. Damit sind aber nicht haufenweise Nudeln gemeint, sondern viel Gemüse, Obst und eher Fisch als Fleisch. Wichtig sind auch die richtigen Fette: Statt mit Butter sollte man lieber mit Olivenöl kochen. „Nicht nötig ist es, auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen", betont Meinertz. Eine Ausnahme seien allerdings Veganer: Sie müssen genau schauen, dass sie alle Nährstoffe zu sich nehmen, die der Körper braucht. Dazu hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) auf ihrer Internetseite Tipps zusammengestellt (siehe https://www.dge.de/?id=522).

Wer sich gesund ernährt, wird normalerweise nicht übergewichtig. Auch das ist ein wichtiger Effekt der Mittelmeerküche. Denn Übergewichtige haben ein deutlich höheres Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Das gilt besonders für Menschen mit viel Bauchfett, warnt die Herzstiftung. Wer also wissen will, ob er oder sie gefährdet ist, schnappt sich ein Maßband und überprüft den Bauchumfang zwischen der untersten Rippe und dem Rand des Beckens. Bei Männern sollte er nicht mehr als 94 Zentimeter betragen, bei Frauen nicht mehr als 80 Zentimeter.

Zu hoher Blutdruck sowie zu hohe Cholesterin- und Blutzuckerwerte können die Gefäße schädigen und so zum Beispiel einen Herzinfarkt auslösen. Das Problem: Auch stark erhöhte Werte tun nicht weh.

Deshalb rät die Herzstiftung dazu, Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin regelmäßig überprüfen zu lassen - beim Arzt oder auch in der Apotheke. Der Blutdruck sollte nicht über 140 mmHg zu 90 mmHg liegen. Der LDL-Cholesterin-Wert liegt Meinertz zufolge bei einem gesunden Menschen unter 110, der Blutzuckerwert unter 100.

Kommt es trotz aller Vorbeugung doch zu einem Herzinfarkt, ist es wichtig, schnell zu reagieren. Dafür muss der Betroffene aber erst einmal erkennen, dass mit seinem Herzen etwas nicht stimmt. Es sei wichtig, sensibel für Veränderungen im Körper zu sein, meint Meinertz: „Wenn man bei Anstrengung zum Beispiel einen Druck in der Brust spürt, der vorher nicht da war, sollte man das nicht einfach hinnehmen."

Quelle: dpa

 



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