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26.12.2007 Vorsorgeuntersuchungen erhöhten Lebenserwartung
Noch in den 1960er Jahren war Japan unter den OECD-Ländern das "Schlusslicht" in der Lebenserwartung. Seither haben die Japaner alle anderen Länder überflügelt. Bereits um 1970 hat die japanische Regierung Initiativen gestartet, um die Ernährungs- und Verhaltensgewohnheiten sowohl von Gesunden als auch bereits Erkrankten zu verbessern. Es werden Ernährungsleitlinien herausgegeben und das Essen in den Kantinen überprüft. Auch in den Arztpraxen werden die Patienten in Ernährungsfragen beraten. Japanische Gesundheitsforscher analysieren regelmäßig Statistiken, um Krankheitsbilder zu identifizieren, die durch Früherkennung zu heilen sind. Diesen Krankheiten wie beispielsweise Magenkrebs wird dann oberste Priorität eingeräumt. Die dafür eingeführten Vorsorgeuntersuchungen sind oft verpflichtend. Wer sich verweigert, erleidet unter Umständen finanzielle Nachteile (Malusregelung). Forderung nach PräventionsgesetzKeine dieser Maßnahmen sind außergewöhnlich - im Gegenteil: Vieles wirkt selbstverständlich und leicht nachvollziehbar. Doch anders als viele derzeit in Deutschland diskutierte Initiativen sind die vorbeugenden Maßnahmen in Japan von Beginn an auf Langfristigkeit angelegt. Und sie sind mit hoher Konsequenz und Disziplin über Jahrzehnte hinweg durchgeführt und verbessert worden. „Auch hierzulande wird immer wieder die Bedeutung der Krankheitsvorsorge betont, die Kosten dafür sollen jedoch auf jeden Einzelnen abgewälzt werden", beklagt Dr. Wolf von Römer, Vizepräsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Die japanischen Erfahrungen zeigten jedoch, dass ein Präventionsgesetz, wie es jetzt in Deutschland diskutiert wird, langfristig die Lebenserwartung steigern könnte.
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Japaner haben weltweit die höchste Lebenserwartung, obwohl die Gesundheitsausgaben relativ niedrig sind. Gesundheitsforscher sehen darin einen Erfolg zielgerichteter und über viele Jahrzehnte betriebener Präventionsbemühungen, Deutschland könne hier von Japan lernen (Deutsche Medizinische Wochenschrift 2007, 132: Seite 2217-2220).




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