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23.04.2007

Rückenschmerzen sind Warnzeichen für Osteoporose

Rückenschmerzen können bei Frauen höheren Alters Alarmsignale für eine beginnende Osteoporose sein. „Oft werden die Beschwerden nicht ernst genommen und als Hexenschuss abgetan. Dabei kann durch frühzeitige Erkennung und die Einleitung einer gezielten Behandlung das Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden", erklärt Dr. Edmund Edelmann, niedergelassener Rheumatologe in Bad Aibling und Mitglied des Berufsverbandes Deutscher Internisten.

„Am häufigsten wird eine Osteoporose erkannt, nachdem erste Knochenbrüche auftreten. Doch dann ist der Knochenschwund meist schon weit fortgeschritten", warnt der Experte. Brechen Wirbelkörper, kommt es nicht unbedingt zu starken Schmerzen, so dass solche Brüche über Jahre unentdeckt bleiben können. Doch die Wirbelsäule verkürzt sich bei jedem Bruch. Die Betroffenen nehmen an Größe zum Teil deutlich ab und eine zunehmende Verformung vor allem der Brustwirbelsäule mit Ausbildung eines Rundrückens tritt ein. Eine Größenabnahme von mehr als 4 cm gilt als deutlicher Hinweis für eine Osteoporose der Wirbelsäule mit  bereits eingetretenen Wirbelkörperbrüchen. Ein typisches Erscheinungsbild bei Osteoporose-Kranken ist entsprechend der so genannte Witwenbuckel. „Um den Knochenschwund rechtzeitig zu erkennen, sollte bei schmerzenden Knochen oder Rückenschmerzen der Rheumatologe oder der Orthopäde aufgesucht werden", empfiehlt Dr. Edelmann.

In Deutschland leiden etwa 5 Millionen Menschen an Osteoporose - überwiegend Frauen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Krankheit zu einer der 10 wichtigsten Volkskrankheiten erklärt. Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der dauerhaft mehr Knochenmasse abgebaut als aufgebaut wird. Knochen eines Osteoporose-Patienten verlieren bis zu 6% ihrer Knochenmasse pro Jahr.



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