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22.01.2008

Knochenhormon kann vor Diabetes schützen

Hormone werden meist von speziellen Körperorganen gebildet, den so genannten Hormondrüsen, wie z. B. der Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse oder den Nebennieren. Amerikanische Wissenschaftler haben nun eine überraschende Entdeckung gemacht: Knochenbildende Zellen können ebenfalls Hormone produzieren und so den Stoffwechsel des Körpers steuern. Dabei reguliert ein Hormon namens Osteokalzin den Blutzucker und die Bildung von Fettgewebe (Cell 2007, 130: Seite 456).

Das Osteokalzin aus den Knochen erhöht die Zahl insulinbildender Zellen der Bauchspeicheldrüse und steigert die Bildung von Insulin. Dadurch verhindert das Hormon, dass der Blutzuckerspiegel übermäßig ansteigt. Damit kennen die Forscher nun einen bislang völlig unbekannten Weg, wie der Körper den Blutzuckerspiegel kontrolliert. Diese Erkenntnis könnte auch neue Möglichkeiten zur Behandlung von Stoffwechselkrankheiten eröffnen. Denn Menschen, die an dem so genannten Altersdiabetes (Typ 2) erkrankt sind, haben nur wenig Osteokalzin im Körper. Bei Diabetes-kranken Mäusen ist es den Wissenschaftlern sogar bereits gelungen, den Ausbruch von Diabetes zu verhindern.

Osteokalzin könnte aber nicht nur bei einer künftigen Behandlung von Diabetes eine Rolle spielen, sondern auch verhindern, dass die Erkrankung überhaupt entsteht. Indem es die Insulinempfindlichkeit von Fettzellen im Körper erhöht, verhindert es nämlich, dass mehr Fettgewebe gebildet wird und wirkt so einer wichtigen Ursache von Diabetes entgegen - dem Übergewicht.

 

 



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