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28.01.2008

Rheumatiker sollten auf Impfschutz achten

Menschen mit rheumatischen Erkrankungen sollten auf einen ausreichenden Impfschutz achten. „Vor allem während einer Behandlung mit Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, steigt die Gefahr einer Ansteckung mit einer Infektionskrankheit", warnt Dr. Edmund Edelmann vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Medikamente, die die Immunabwehr dämpfen, werden bei rheumatischen Erkrankungen häufig eingesetzt, um die gegen den eigenen Körper gerichtete Aktivität des Immunsystems zu unterdrücken. Sie erleichtern dadurch aber auch Krankheitserregern, in den Körper einzudringen und dort Infektionen auszulösen. Durch Impfungen lässt sich das Infektionsrisiko verringern. „Allerdings kann unter Umständen während der Behandlung mit bestimmten Immunsystem unterdrückenden Medikamenten nicht immer ein vollständiger Impfschutz aufgebaut werden. Dies betrifft insbesondere die Biologika Rituximab und Abatacept", sagt Dr. Edelmann. Der Rheumatologe empfiehlt Patienten, rechtzeitig vor Behandlungsbeginn mit diesen Biologika ihren Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Vorsicht ist dagegen bei der Verwendung von Lebendimpfstoffen geboten: Da diese abgeschwächte Krankheitserreger enthalten, können sie immungeschwächten Patienten gefährlich werden. Allerdings werden heute alle von der ständigen Impfkommission des Robert Koch Institutes (STIKO) als Standardimpfungen eingestuften Impfungen mit Totimpfstoffen durchgeführt.

Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken empfohlen

Ganz besonders empfohlen werden Rheumatikern Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken. „Ein Impfschutz gegen diese Erreger kann auch während einer immununterdrückenden Behandlung vorgenommen werden. Einzige Ausnahme: Unter Rituximab und Abatacept sollten Impfungen möglichst vor Einnahme dieser Medikamente  erfolgen. Entsprechend bisheriger Erkenntnisse ist mit einer verminderten Impfantwort unter diesen Biologika zu rechnen", meint Dr. Edelmann. Darüber hinaus sollten Rheuma-Patienten auch gegen Tetanus und Diphtherie geimpft sein.

Vor Auslandsreisen können Impfungen gegen typische Reisekrankheiten, wie z. B. Hepatitis A und B, Kinderlähmung oder Typhus, sinnvoll sein. Von Reisen in afrikanische Länder, in denen eine Gelbfieberimpfung notwendig ist, wird Rheumatikern dagegen abgeraten. Denn der Impfstoff gegen diese Erkrankung ist ein Lebendimpfstoff und kann bei Rheumatikern, die immununterdrückende Medikamente einnehmen oder deren Immunsystem von der Erkrankung selbst gestört ist, zu starken Nebenwirkungen führen.

 

 



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