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29.01.2008 Medikamente können unbekannte Zusatzstoffe enthalten
Ein Beispiel ist die so genannte Laktose-Unverträglichkeit: Etwa 25% der europäischen Bevölkerung verträgt keinen Milchzucker. Bei einem sehr ausgeprägten Mangel an Laktose abbauendem Enzym Laktase kann es durch Laktose als Hilfsstoff in Medikamenten zu Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall nach einer Medikamenteneinnahme kommen. Obwohl man nur solche Stoffe als Hilfsstoffe verwendet, deren Sicherheit und gute Verträglichkeit bekannt oder sorgfältig geprüft ist, können scheinbar "inerte" Hilfsstoffe der Zeitschrift zufolge durchaus eine eigene Wirkung entfalten. Dies trage dazu bei, dass wirkstoffgleiche Medikamente unterschiedlich gut vertragen werden. Die Hersteller günstigerer Nachahmerpräparate (Generikum) müssen zwar vor der Zulassung eines solchen Präparats belegen, dass ihr Wirkstoff ebenso schnell und im gleichen Ausmaß wie das Originalpräparat im Blut des Patienten ankommt. Niemand schreibt ihnen jedoch vor, die gleichen Hilfsstoffe zu verwenden wie der Originalhersteller. Welche Hilfsstoffe für ein bestimmtes Medikament benutzt werden, kann man unter anderem in der Roten Liste und der Fachinformation nachlesen, allerdings im Kleingedruckten und ohne Mengenangabe. Wenn Hersteller jedoch Rezepturen nach Redaktionsschluss der Roten Liste noch ändern, hilft im Zweifelsfall nur die aktuelle Fachinformation bzw. der aktuelle Beipackzettel.
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Medikamente enthalten meist außer dem eigentlichen Wirkstoff eine Anzahl von Hilfsstoffen, z. B. Überzüge, die die Freisetzung des Wirkstoffes bestimmen. Aber auch Konservierungs- und Geschmacksstoffe können in Tabletten, Kapseln oder Zäpfchen enthalten sein - und die können unerwünschte Wirkungen zur Folge haben, schreibt die Zeitschrift "Der Hausarzt" (Ausgabe 19, S. 50). 

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