Internisten im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


26.02.2008

Herzinfarkt-Sterblichkeit im Osten Deutschlands höher

Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist im Osten Deutschlands höher als im Westen. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen, wie aus den Daten der Berliner Universitätsklinik Charité hervorgeht, die allerdings bereits aus dem Jahr 2000 stammen (European Heart Journal, Februar 2008).

Am höchsten war die Sterblichkeit innerhalb der untersuchten Altersgruppe der 45- bis 74-Jährigen in Deutschland demnach in Sachsen-Anhalt, wo 220 von 100.000 Einwohnern an Herzinfarkten oder anderen Durchblutungsstörungen des Herzens starben. Es folgten Brandenburg (211) und Mecklenburg-Vorpommern (199). Die niedrigste Sterblichkeit durch diese Herzkrankheiten hatte Hamburg mit 122 Todesfällen pro 100.000 Einwohnern, Baden-Württemberg (127) und Berlin (128).

Als Ursachen für die beobachteten Unterschiede kommen den Wissenschaftlern zufolge außer den klassischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren wie Arbeitslosigkeit und Stress infrage. Auch regional unterschiedliche Lebensstile und Ernährungs- und Freizeitgewohnheiten könnten eine Rolle spielen. Die Gründe müssen jedoch noch weiter erforscht werden, um gezielte Vorsorgeprogramme aufzulegen. So hat etwa in Polen eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten während der 1990er Jahre die Sterblichkeit durch Herzleiden um rund ein Viertel gesenkt.

Im europaweiten Vergleich liegt Deutschland mit 157 Herztoten pro 100.000 Einwohner im Mittelfeld. Am niedrigsten war die Sterblichkeit in Frankreich mit 65 Todesfällen durch Durchblutungsstörungen des Herzens, Portugal (87), Italien (91) und Spanien (92). Die höchste Sterblichkeit verzeichnete Lettland mit 461 Todesfällen pro 100.000 Einwohner, gefolgt von Estland (446), der Slowakei (369) und Litauen (357). Generell sterben deutlich mehr Männer als Frauen an diesen Leiden. So starben im Jahr 2000 in Deutschland 244 von 100.000 Männern daran, aber nur 80 von 100.000 Frauen.

 

 



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...