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28.02.2008

Nächtlicher Fluglärm erhöht den Blutdruck

Selbst im Schlaf kann Fluglärm den Blutdruck vorübergehend erhöhen. Das haben europäische Forscher herausgefunden, die nachts den Blutdruck von Menschen beobachtet haben, die in der Nähe von 4 großen europäischen Flughäfen leben (European Heart Journal, Februar 2008).

Dabei stieg der Blutdruck von einer Lautstärke von 35 Dezibel (dB) an deutlich. Das entspricht dem Überflug von Flugzeugen, Verkehrslärm vor dem Haus oder einem schnarchenden Partner, berichten die Wissenschaftler. Nach solchem Lärm stieg der systolische Blutdruck im Durchschnitt um 6,2 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) und der diastolische Blutdruck um 7,4 mmHg. Dabei erhöhte sich der Blutdruck umso mehr, je lauter der Lärm war. Entscheidend ist dabei allein die Lautstärke und nicht die Quelle des Lärms.

Einer weiteren Untersuchung zufolge haben Menschen, die Nachtfluglärm ausgesetzt sind, insgesamt häufiger Bluthochdruck, als Menschen in ruhigen Wohngebieten. Bereits ein Anstieg des nächtlichen Fluglärmpegels um 10 dB im Schallpegelbereich von 30-60 dB erhöhe das Risiko für Bluthochdruck bei Frauen und Männern um rund 14%, hatte das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau im Januar mitgeteilt. Eine Zunahme um 10 dB bedeutet eine 10fache Schallintensität und entspricht in etwa einer Verdoppelung des wahrgenommenen Lärms.

Bluthochdruck beginnt nach Definition der Weltgesundheitsorganisation bei einem Wert von 140 zu 90 (mmHg; systolisch zu diastolisch) und ist ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen, darunter Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenleiden.

 

 



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