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03.03.2008

Sport hilft Krebs-Patienten

Körperliche Aktivität beugt nicht nur verschiedenen Krebserkrankungen vor, sie beeinflusst auch deren den Verlauf und die Heilung. „Krebs-Patienten, die regelmäßig Sport treiben, leben länger", sagt Prof. Martin Halle vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Aus Untersuchungen ist bekannt, dass die häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, Brust- und Darmkrebs, bei körperlich aktiven und schlanken Personen seltener vorkommen. Darüber hinaus kann regelmäßige körperliche Aktivität aber auch die Sterblichkeit von Krebs-Patienten senken. „Bei Darmkrebs-Patienten kann tägliche körperliche Aktivität die Sterblichkeitsrate um bis zu 30% verringern", so Prof. Halle. 45 Minuten in Form von schnellem Spazierengehen reichten dafür bereits aus. Auch Nebenwirkungen von Krebsbehandlungen, wie z. B. das chronische Müdigkeitssyndrom (Fatigue), ließen sich so mildern.

Bewegung verbessert sowohl die körperliche Leistungsfähigkeit als auch die seelische Ausgeglichenheit von Patienten mit Krebs. Diese Erfahrung steigert die Motivation zum Kampf gegen die Erkrankung und verhindert eine Ausgrenzung der Betroffenen. Sie werden so besser in ihr gesellschaftliches Umfeld eingebunden. Außerdem stärkt es das körpereigene Immunsystem und wirkt Übergewicht entgegen, einem besonderen Risikofaktor für die Entstehung gerade von Darm- und Brustkrebs.

„Nur wenige Therapiekonzepte für Krebs-Patienten berücksichtigen bislang jedoch den Zusammenhang zwischen Behandlungserfolg und körperlicher Aktivität", bedauert der Sportmediziner. Dabei könne Sport zusätzlich zu anderen bewährten Methoden die Lebensqualität von Krebs-Patienten relativ einfach und schonend verbessern.

 

 



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