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10.03.2008

Hoher Blutdruck schadet den Nieren

Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte einmal im Jahr seinen Urin auf eine Schädigung der Nieren untersuchen lassen. „Denn Bluthochdruck führt häufig zu einem Funktionsverlust der Nieren", warnt Prof. Johannes Mann vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Bei vielen Patienten mit zu hohem Blutdruck sind gleichzeitig auch die Nieren geschädigt. „Blutdruck-Patienten sind deshalb meist auch Nieren-Patienten", betont der Nierenspezialist. Bis zu 15% der Patienten mit zu hohem Blutdruck versterben an einer Nierenerkrankung. Schädigungen der Nieren sind damit die dritthäufigste Todesursache bei zu hohem Blutdruck.

Durch eine regelmäßige Untersuchung können Nierenerkrankungen jedoch frühzeitig erkannt und behandelt werden. Der fortschreitende Funktionsverlust der Nieren lässt sich so verlangsamen oder gar aufhalten. „Vielen Patienten bleibt dadurch eine künstliche Blutreinigung durch eine Dialyse erspart", so Prof. Mann.

Eine Erkrankung der Nieren kann einfach und völlig schmerzfrei durch eine Untersuchung des Urins festgestellt werden, z. B. mit Hilfe von Urin-Schnelltests. Der Arzt misst dabei die Eiweiß-Spiegel im Urin. Erhöhte Eiweiß-Werte im Urin deuten auf eine nachlassende Nierenfunktion hin, da Menschen mit gesunden Nieren kaum Eiweiß im Urin aufweisen.

Erkrankungen der Nieren können sowohl Folge als auch Ursache des Bluthochdrucks sein. Beide Krankheitsbilder können sich deshalb gegenseitig aufschaukeln und verschlimmern. Einerseits schädigt ein hoher Blutdruck die Nierenkörperchen, so dass diese nach und nach ausfallen. Auf der anderen Seite werden bei nachlassender Nierenfunktion vermehrt blutdrucksteigernde Hormone gebildet. Außerdem verbleibt wegen der sinkenden Urinproduktion zu viel Wasser im Körper, was den Blutdruck ebenfalls ansteigen lässt.

 

 



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