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13.03.2008

Welt-Nieren-Tag 2008: Vorläufige Erfahrungen mit tragbarem Dialyse-Gerät

In einer Pilotstudie an 8 Patienten traten zwar keine schweren medizinischen Komplikationen auf, es kam jedoch vereinzelt zu technischen Probleme. Außerdem ist die Leistungsfähigkeit der mobilen Dialyse begrenzt (Lancet 2007, 370: Seite 2005).

Das Gerät einer kalifornischen Firma wiegt nur 5 Kilogramm. Alle für die Dialyse notwendigen Pumpen einschließlich der Infusoren für Heparin und Natriumbikarbonat und die Dialysatkanister sind an einem breiten Gürtel befestigt, den der Patient um die Hüfte geschlungen trägt. Angetrieben von 9-Volt-Batterien erfolgt die Dialyse durch einer High-Flux-Membran. Verbergen lässt sich das tragbare Dialysegerät zwar nicht, die Patienten sind aber vollständig mobil, müssen also nicht die Dialysezeiten, wie derzeit üblich, in einem Ruheraum verbringen. 

Die Patienten des University College London testeten das jeden Tag bis zu 8 Stunden. Diese langen Tragezeiten sind notwendig, denn die Leistungsfähigkeit der miniaturisierten Geräte ist deutlich geringer als bei einer konventionellen Dialyse. In dem Test wurde deutlich weniger Blut gereinigt als bei einer herkömmlichen Dialyse - der Blutfluss betrug 59 statt 300 Milliliter pro Minute. Die dabei erzielten Reinigungsergebnisse entsprachen den Erwartungen, schreiben die Mediziner.

Ganz ausgereift ist die Technik aber noch nicht: Bei 2 Anwendern unterbrachen von Zeit zu Zeit CO2-Blasen in den Kathetern den Dialysatfluss. Bei 2 Patienten musste die Dialyse abgebrochen werden, weil sich Blutgerinnsel in den Zugängen gebildet hatten. Bei einem weiteren Patienten hatte sich der Katheter vom Dialyse-Port gelöst.

„In Deutschland müssen derzeit rund 63.000 Menschen zur Dialyse", sagt Prof. Johannes Mann vom Berufsverband Deutscher Internisten. Jährlich kommen rund 16.000 hinzu, die Sterblichkeit der Patienten ist hoch. Momentan leben laut Mann zudem rund 20.000 Deutsche mit einer Spenderniere.

 

 



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