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04.04.2008 Rheuma-Medikamente schützen vor Herzinfarkt
Die große internationale Studie, in die über 4.300 Patienten aus 15 Ländern aufgenommen wurden, bestätigt, dass Menschen mit rheumatoider Arthritis auch von Erkrankungen des Herz-/Kreislaufsystems bedroht sind. Knapp 10% der untersuchten Patienten starben im Laufe der Studie an einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Erkrankung der Herzkranzgefäße. Besonders gefährdet waren Rheuma-Patienten, die zusätzlich an Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes litten. Mit Rheuma-Medikamenten lässt sich diese Gefahr jedoch der Untersuchung zufolge deutlich verringern. So senkt eine einjährige Einnahme des Wirkstoffs Methotrexat das Infarktrisiko um 18%, die Gefahr für einen Schlaganfall sinkt um 11%. Aber auch andere Substanzen wie Leflunomid, Sulfasalazin, Kortison-Präparate sowie die neueren TNFalpha-Blocker können die Herz-/Kreislaufrisiken vermindern. Vorsicht bei COX2-Hemmern„Diese Resultate zeigen, wie wichtig eine konsequente Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis ist", betont Dr. Edmund Edelmann vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Allerdings habe die Studie die so genannten COX2-Hemmer nicht berücksichtigt, die ebenfalls zur Behandlung von Rheuma-Patienten eingesetzt werden. Diese Medikamente steigern ebenso wie andere nicht-steroidale Antirheumatika das Risiko für Herz-/Kreislaufprobleme und sollten deshalb von Menschen mit erhöhtem Risiko möglichst nicht eingenommen werden", so Edelmann. Frühe Behandlung verhindert dauerhafte SchädenMit einer frühzeitigen Behandlung lassen sich also nicht nur die fortschreitende Zerstörung der Gelenke aufhalten, sondern auch lebensgefährliche Infarkte oder Schlaganfälle verhindern. Rheumatiker haben ein 30 bis 60% höheres Risiko für diese Erkrankungen. Denn Rheuma schädigt auch das Herz und die Blutgefäße. So führt die Erkrankung oft zu einer Entzündung der Gefäßwände und einer Verkalkung der Gefäße (Arteriosklerose). „Bleibende Schäden lassen sich vor allem dann verhindern, wenn die Behandlung innerhalb der ersten 3 Monate nach Auftreten der ersten Symptome begonnen wird", rät der Rheumatologe.
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