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24.04.2008

Tollwut-Impfung vor Reisen nach China empfohlen

China ist nach Indien das Land mit der höchsten Tollwutrate bei Menschen und Tieren. Hauptüberträger der Tollwut sind Hunde. Ihre Zahl nimmt immer weiter zu und damit auch die Zahl der Tollwut-Fälle. Nur wenige Tiere sind jedoch geimpft. Deshalb rät die in Frankfurt erscheinende „Ärztezeitung" Sportlern und Zuschauern, die zu den Olympischen Spielen fahren, sich vorsorglich impfen zu lassen - insbesondere, wenn auch ein Besuch ländlicher Regionen geplant ist.

Auch andere Tiere können das Tollwut-Virus übertragen, wie z. B. Füchse, Waschbären, Skunks oder Katzen. Asienreisende müssen auch vor den Tempeläffchen gewarnt werden. Immer häufiger wird weltweit zudem die Fledermaus-Tollwut. In den USA sind manche Fledermausarten so klein, dass die Menschen gar nicht merken, dass sie gebissen werden.

Nach Biss ist schnelle Behandlung überlebenswichtig

Reisende, die ungeimpft in ein Risikogebiet fahren, sollten nach dem Biss eines tollwutverdächtigen Tieres die Wunde mit Seifenlauge auswaschen. Außerdem benötigen sie möglichst rasch eine so genannte „postexpositionelle Tollwutschutzbehandlung", die bei unverzüglichem Beginn eine Erkrankung fast immer verhindern kann. Dazu sind 5 Impfungen nötig. Zusammen mit der ersten Impfung wird ein Immunglobulin verabreicht. Moderne Impfstoffe und Immunglobulin sind außerhalb der Zentren jedoch oft nicht verfügbar.

Der Tollwuterreger ist ein zu den Rhabdo-Viren gehörendes Virus. Es kommt weltweit vor und besitzt ein extrem breites Wirtsspektrum, das praktisch alle Säugetiere umfasst und sowohl Wildtiere als auch Haustiere betrifft. Die Übertragung erfolgt durch infizierten Speichel. Ohne Behandlung können  die Viren zum Gehirn wandern und eine Hirnentzündung verursachen, die immer tödlich verläuft.

 

 



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