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08.05.2008

In Zukunft Impfungen zum Inhalieren?

Eine experimentelle Impfung zum Einatmen zeigt Wirkung bei Affen und könnte Ärzte auf der Suche nach einer nadelfreien Impfung für Menschen weiterbringen. Das berichten Forscher der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS 2008, 105: Seite 2046). Vor allem Menschen in den Entwicklungsländern, wo es nur wenig medizinisches Personal gibt, könnten davon profitieren. Am Menschen haben die Forscher ihr Verfahren allerdings noch nicht erprobt.

Die Wissenschaftler gaben Rhesusaffen über 4 Minuten hinweg einen fein zerstäubten Impfstoff durch eine Maske zum Einatmen. Dabei handelte es sich um einen experimentellen Impfstoff gegen das Immunschwächevirus HIV sowie einen gegen Warzenviren, so genannte humane Papillomviren. Zur Kontrolle wurden die Impfstoffe einigen Tieren gespritzt.

Beim Vergleich zeigte sich, dass beide Impfmethoden die gleiche Immunreaktion hervorriefen, die eingeatmeten Substanzen hatten lediglich einen etwas verringerten Effekt. Die Impfstoffe wurden über die Schleimhäute der Lunge und der Atemwege aufgenommen worden. Nebenwirkungen seien minimal ausgefallen und hätten im schlimmsten Fall an einen leichten Schnupfen erinnert, schreiben die Forscher. Langanhaltende negative Folgen haben sie demnach nicht beobachtet.

 

 



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