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13.05.2008 Schlafmittel erhöhen die Sturzgefahr
Schlafmittel gehören zu den am meisten verschriebenen Medikamenten. Sie werden vor allem bei Schlafstörungen, Unruhe und gegen Angstzustände eingesetzt. Auch Psychopharmaka können manchmal gegen Schlaflosigkeit helfen, wenn beispielsweise eine Depression die Ursache ist. Beruhigungsmittel und Psychopharmaka können jedoch vor allem bei höherer Dosierung benommen machen und Schwächephasen auslösen. „Ältere Menschen benötigen meist weniger Schlaf. Gleichzeitig empfinden viele Schlaflosigkeit als belastend und verlangen nach Medikamenten", sagt Dr. Wesiack. Dass die Mittel aber auch die Gefahr erhöhen, zu fallen und sich schwer zu verletzen, würde oft verdrängt. Wirkung mehrer Medikamente kann sich verstärkenEin weiteres Problem ist Dr. Wesiack zufolge, wenn mehrere Medikamente zusammen eingenommen werden. „Die Wirkungen solcher Medikamenten-Cocktails sind kaum bekannt und vorhersagbar", warnt der Internist. So sei auch von Psychopharmaka bekannt, dass sie zu Bewusstseinstrübungen führen können. Zusammen mit Schlafmitteln eingenommen steigt die Gefahr für Unfälle dadurch noch weiter an. Medikamente gegen Schlaflosigkeit sollten deshalb nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen und nicht mit anderen, bewusstseinsverändernden Wirkstoffen kombiniert werden. „Der Arzt muss genau über alle Medikamente informiert sein, die sein Patient einnimmt", so Dr. Wesiack. Außerdem sollte man sich genau an die empfohlene Dosierung halten. Denn gerade ältere Menschen vertragen Schlafmittel und Psychopharmaka nur in geringen Mengen. Denn: „Wer zu viel davon einnimmt, kann sich unter Umständen kaum noch auf den Beinen halten."
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Beruhigungsmittel können die Aufmerksamkeit und das Konzentrationsvermögen verringern. „Insbesondere Schlaftabletten und manche Psychopharmaka beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit und Bewegungskoordination. Sie erhöhen so vor allem bei älteren Menschen die Sturzgefahr", warnt Dr. Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Die Folge seien oft Knochenbrüche, die schlecht oder gar nicht mehr verheilten.

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