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23.06.2008 HIV-Schnelltests nicht für den Hausgebrauch geeignet
Tests zur Schnelldiagnose von HIV gibt es bereits seit einigen Jahren. Diese sollen Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die Viren im Speichel, Urin oder im Blut nachweisen. Dabei ist die Empfindlichkeit im Urin am geringsten, im Blut am höchsten. „Die Fehlerquote dieser Test ist aber recht hoch, insbesondere wenn sie von Ungeübten durchgeführt werden", erklärt Dr. Walger. Dann könne das Ergebnis leicht einmal negativ ausfallen, selbst wenn die getestete Person HI-Viren im Blut hat. Wer einen solchen Schnelltest durchführen wolle, sollte daher zuvor über die begrenzte Aussagekraft informiert werden. Schnelltests liefern nur vorläufiges ErgebnisFachmännisch durchgeführt können die Schnelltests dem Infektiologen zufolge jedoch durchaus einen wichtigen ersten Hinweis liefern, ob eine HIV-Infektion vorliegt. So können sie zum Beispiel in der Notaufnahme nützlich sein, vor Notfall-Operationen und nach Nadelstichverletzungen. Hilfreich sind sie auch in Entwicklungsländern, wo nur eine minimale Ausrüstung vorhanden ist, wie die Studie in Indien zeigt. „In Industrieländern sollte der Schnelltest dagegen nur zur ersten Orientierung verwendet und von einer Blutanalyse durch ein Fachlabor ergänzt werden", betont Dr. Walger. Erst wenn beide Ergebnisse negativ ausfallen, könne man sicher sein, keine HI-Viren im Körper zu haben. Bei einem HIV-Test überprüft der Internist im Blut, ob das Immunsystem Abwehrstoffe gegen das HI-Virus gebildet hat, so genannte Antikörper. Diese Antikörper werden innerhalb von 3 bis 12 Wochen nach einer Ansteckung produziert. Betroffene sollten deshalb einen Antikörpertest frühestens 6 Wochen nach einer möglichen Ansteckung durchführen und das Ergebnis 12 Wochen nach einem Risikokontakt noch einmal überprüfen lassen. Maßnahmen nach möglichem Viruskontakt
Weitere Informationen zum Thema HIV und Aids erhalten Sie auch unter www.hiv-info.de.
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