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03.07.2008 Mediziner warnen vor Masern im Urlaub
„Wer in den Sommerferien in Gebiete fährt, in denen das Masernvirus grassiert, sollte auf jeden Fall geschützt sein", rät Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des BVKJ. Besonders gefährdet sind Säuglinge, die ja noch nicht geimpft werden können und bei denen eine Maserninfektion schlimme Spätfolgen haben kann. "Wir raten Eltern daher unbedingt dazu, den eigenen Impfschutz und den ihrer Kinder zu überprüfen", so Dr. Hartmann. Wer ein Baby dabei hat, sollte in den betroffenen Regionen deshalb größere Menschenansammlungen meiden. Gleiches gilt auch für ungeschützte Schwangere. Eine Maserninfektion in der Schwangerschaft kann zu Schädigungen des Ungeborenen führen - deshalb sollten auch Frauen mit Kinderwunsch sich gegen Masern impfen. Typisch für Masern ist der Ausschlag, der sich über den ganzen Körper ausbreiten kann. Hinzu kommen häufig tränende, lichtempfindliche Augen. Gefürchtet sind die Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündungen, die mit den Masern auftreten können. Doch auch eine überstandene Masernerkrankung kann nach Monaten oder Jahren noch gravierende Spätfolgen nach sich ziehen. Die so genannte Subakute Sklerosierende Panenzephalitis - kurz SSPE - führt zu einer fortschreitenden Zerstörung des Gehirns und verläuft immer tödlich. Impfungen vor Auslandsreisen überprüfen
In vielen Ländern im Süden und Osten Europas und dem Mittelmeerraum ist auch eine Impfung gegen Gelbsucht ratsam. "Immer wieder kommt es dort zu Ausbrüchen der infektiösen Leberentzündung Hepatitis A - so wie aktuell in Valdarno in der Nähe von Florenz", warnt Hartmann. Im Gegensatz zu den so genannten Kinderkrankheiten (Masern, Mumps, Röteln und Windpocken), die durch Tröpfcheninfektion z.B. über Speichel übertragen werden, erfolgt eine Ansteckung mit Hepatitis A - der Reisegelbsucht - durch kontaminierte Lebensmittel und Getränke. Insbesondere der Verzehr von Muschelgerichten kann zu einer Gelbsuchterkrankung führen. Für Muschelliebhaber gilt daher: Erst impfen, dann schlemmen. Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) empfohlenen Kinderimpfungen werden von allen Kassen in Deutschland erstattet. Und auch viele Schutzimpfungen vor Auslandaufenthalten gehören inzwischen zum Leistungsprogramm von mehr als 50 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.
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