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25.07.2008 Diabetes treibt Nierenzellen in den Selbstmord
Der Forschergruppe aus Madrid zufolge ist es nicht nur der erhöhte Blutzuckerspiegel, der zum Verlust von Nierenzellen führt. Vielmehr aktivieren die Entzündungsprozesse bei Diabetes Gene, die die Zellen absterben lassen. Hohe Blutzuckerwerte fördern den Untergang der Zellen dann noch zusätzlich. „Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass entzündungshemmende Maßnahmen bei Menschen mit Diabetes Nierenschäden verhindern könnten", sagt Prof. Johannes Mann vom BDI. Parallel zur Verringerung des Blutzuckers seien also möglicherweise verschiedene Behandlungsansätze notwendig, um diesen Patienten ein vollständiges Versagen der Nieren zu ersparen. Auch Bluthochdruck geht auf die NierenÜber diese unmittelbare Wirkung auf das Nierengewebe hinaus, schädigt unbehandelter Diabetes die Nieren auch auf indirektem Weg. Diabetes kann nämlich auch zu Bluthochdruck führen. Dieser verursacht ebenfalls oft Nierenbeschwerden: „Blutdruck-Patienten sind meist auch Nieren-Patienten", warnt Prof. Mann. Schädigungen der Nieren sind deshalb auch die dritthäufigste Todesursache bei zu hohem Blutdruck. Diabetes schädigt die Nieren schleichend über Jahre hinweg. Wenn dies rechtzeitig erkannt wird, kann der Funktionsverlust in den meisten Fällen aufgehalten werden, bevor irreparable Schäden entstehen und eine künstliche Blutwäsche (Dialyse) oder eine Nierentransplantation notwendig werden. „Diabetiker sollten deshalb unbedingt regelmäßig ihre Nieren untersuchen lassen. Anhand einfach durchzuführender Blut- und Urintests lässt sich eine Erkrankung der Nieren gut erkennen", rät Prof. Mann. Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck sollten deshalb etwa einmal jährlich ihre Nierenwerte überprüfen lassen.
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