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15.07.2008 Haft für Millionenbetrug mit Krebswundermittel
Die 5 Männer - 2 Kaufleute wurden als Mittäter zu Bewährungsstrafen und Geldbußen von 90 000 und von 10 000 Euro verurteilt - hatten vom Sommer 2000 an in Nordhessen fast 150 Patienten behandelt. Sie verkauften ihnen das Stärkungsmittel als Wunderdroge gegen Krebs für 8.500 Euro - das 26-fache des von ihnen gezahlten Preises. Fast alle Patienten starben. Nach Überzeugung des Gerichts ist Galavit unwirksam gegen Krebs. Das hätten auch die Angeklagten wissen müssen. Zwar könne das Gericht die Unwirksamkeit nicht nachweisen, derartige Studien würden 100 bis 500 Millionen Euro kosten. Aber die Angeklagten hätten die von ihnen betreuten Krebspatienten umfassend aufklären müssen. Stattdessen sei den Kranken völlig unbegründet Hoffnung gemacht worden. „Das ist besonders verwerflich", sagte der Richter. Die Verteidigung kritisierte die Urteilsbegründung dagegen als „nicht ausreichend". Der Prozess hatte mehr als 16 Monate gedauert. Der Hauptangeklagte hatte zweieinhalb Jahre in Untersuchungshaft gesessen. Der Arzt wurde nach der Urteilsverkündung wegen Fluchtgefahr im Gerichtssaal verhaftet.
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Wegen bandenmäßigen Betrugs mit dem als „Krebswundermittel" verkauften Aufbaupräparat Galavit hat das Kasseler Landgericht die 3 Hauptangeklagten am Dienstag zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Kopf der Bande, ein 64 Jahre alter Geschäftsmann, muss für 7 Jahre und 3 Monate hinter Gitter. Ein Arzt, der mindestens 132 Krebspatienten das russische Stärkungsmittel verabreicht hatte, wurde zu 5 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt. Ein Journalist, der die Geschichte von „Wunderheilungen" lanciert hatte, soll 3 Jahre ins Gefängnis. Die Verteidiger kündigten Revision an.

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