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23.07.2008 Deutsche Olympiamannschaft schützt sich vor Hepatitis
Hepatitis in China und Südostasien weit verbreitetChina und auch Südostasien gehören weltweit zu den Regionen mit der höchsten Zahl von Hepatitis-B-Infektionen. Etwa 60% der Chinesen kommen im Laufe ihres Lebens mit diesem gefährlichen Erreger in Kontakt - rund 10% leiden an einer chronischen Hepatitis B, die zu einem Tumor in der Leber führen kann. Leberkrebs ist eine der häufigsten Todesursachen in diesem Teil der Welt. Auch die Hepatitis A - die so genannte Reisegelbsucht - ist in Südostasien weit verbreitet. "Die hygienischen Standards sind mit mitteleuropäischen Bedingungen nicht zu vergleichen, daher besteht für ungeschützte Touristen ein hohes Ansteckungsrisiko. Leider wissen wir, dass viele Urlauber diese Gefahren gar nicht kennen und ohne ausreichenden Impfschutz verreisen", warnt Prof. Dr. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) und Leiter des Tropeninstitutes in München. Der Tropenmediziner begrüßt deshalb die Impfaktion der Deutschen Leberstiftung: „Sportler haben ja immer auch eine Vorbildfunktion - insofern ist es sehr gut, dass unsere Olympiamannschaft mit gutem Beispiel voran geht. Studien zeigen, dass unter den normalen Reisenden in Risikoländer deutlich weniger als die Hälfte gegen Gelbsucht geschützt ist. Das lässt sich natürlich dadurch erklären, dass Profisportler eine sehr gute medizinische Betreuung haben. Umso wichtiger ist es daher, die aktuellen Empfehlungen der Tropeninstitute und Reisemediziner zu beachten. Mehr als 70 Krankenkassen in Deutschland bezahlen inzwischen Reiseimpfungen. Es lohnt sich also, bei der eigenen Kasse nachzufragen", rät Löscher. Weitere Infos zu Hepatitis A und B auf der Webseite der Deutschen Leberstiftung www.deutsche-leberstiftung.de. Eine Liste der Kassen, die die wichtigsten Reiseimpfungen bezahlen, gibt es hier. Weitere Meldungen zum Thema:
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