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18.05.2007

Fettgewebe am Bauch schadet mehr als Hüftfett

Übergewichtige Menschen erkranken häufiger an Typ-2-Diabetes oder Bluthochdruck und erleiden öfter einen Schlaganfall als Normalgewichtige. Dabei spielt allerdings nicht nur das Körpergewicht als solches eine Rolle, sondern auch, wie dieses verteilt ist: Eine bauchbetonte Fettverteilung („Bauchfett") erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen stärker als Fettgewebe im Hüftbereich. Dieser so genannte „Apfel-Typus" betrifft vor allem Männer, während sich das Fettgewebe bei Frauen vorwiegend um die Hüfte herum bildet („Birnen-Typus"). Jedoch auch bei Frauen kann sich Fettgewebe am Bauch einlagern.

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Taillenumfang eine bessere Vorhersage von Folgeerkrankungen erlaubt als z. B. der Body-Mass-Index (BMI). Dieser Index gibt das Körpergewicht pro Quadratmeter Körperoberfläche an und diente lange Zeit der Beurteilung des individuellen Körpergewichts. So erhöht eine Körperfettkonzentration am Bauch das Risiko für Folgeerkrankungen bereits bei noch normalem BMI.

Entsprechend den Empfehlungen der WHO ist der Normalwert bei Frauen ein Taillenumfang von bis zu 80 Zentimeter, bei Männern bis zu 94 Zentimeter. Übergewicht besteht bei Frauen bei einem Taillenumfang zwischen 80 und 88 Zentimeter, bei Männern zwischen 94 und 102 Zentimeter. Das Stadium Fettleibigkeit (Adipositas) ist erreicht, wenn der Taillenumfang bei Frauen 88 Zentimeter und bei Männern 102 Zentimeter überschreitet.

Grund für die negative Rolle des Bauchfettes ist, dass es nicht nur als passiver Energiespeicher des Körpers dient, sondern verschiedene Hormone bildet, die den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel steuern. Das Fettgewebe kann deshalb zu erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten führen. Außerdem beeinflusst es die Blutgerinnung negativ und kann chronische Entzündungen auslösen.



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