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14.05.2009 Rheuma-Patienten profitieren von Biologika
„Ein wichtiger Behandlungsansatz ist, die überschießende Immun- und Entzündungsreaktion bei einer rheumatoiden Arthritis zu dämpfen und so Schädigungen an Gelenken und anderen Organen zu verhindern", erklärt Dr. Edmund Edelmann vom BDI. Neben den TNF-Alpha-Hemmern, die den Entzündungsbotenstoff TNF-Alpha blockieren, gibt es inzwischen weitere Präparate, die gegen bestimmte Immunzellen gerichtet sind und das Immunsystem sehr spezifisch dämpfen. Hat sich der Zustand des Patienten nach 3 Monaten mit einem herkömmlichen Medikament, wie z.B. Methotrexat, nicht ausreichend gebessert, kann der Arzt bei einem stark fortschreitenden, gelenkzerstörendem Verlauf einen TNF-Alpha-Blocker zusammen mit Methotrexat verabreichen. Tritt dann innerhalb von 3 Monaten immer noch keine Besserung ein, sollte er auf ein anderes Biologikum umstellen. Vorsicht vor InfektionenDa das Immunsystem der Patienten durch die Medikamente gedämpft wird, können sich allerdings auch Krankheitserreger leichter im Körper festsetzen und ausbreiten. Mit Biologika treten Infektionskrankheiten noch etwas häufiger auf als mit den herkömmlichen Rheuma-Mitteln. Die Behandlung sollte deshalb von einem Rheumatologen überwacht werden, der bei Komplikationen die Dosierung verringern oder die Medikamente ganz absetzen kann. Wichtig ist in jedem Fall ein früher Behandlungsbeginn - möglichst innerhalb von 3 Monaten, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind. „Denn je früher eine rheumatoide Arthritis behandelt wird, desto besser sind die Aussichten, die Erkrankung aufzuhalten, bevor die Gelenke unwiderruflich zerstört sind", rät Dr. Edelmann.
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