Internisten im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


25.08.2008

Diabetiker haben öfter Krebs

Menschen mit Diabetes leiden nicht nur häufig unter Nieren- und Herz-/Kreislauferkrankungen, sie haben auch ein höheres Risiko für Krebs. Menschen mit Diabetes sollten deshalb Angebote zur Krebsvorsorge regelmäßig nutzen, empfiehlt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Von Krebserkrankungen sind besonders Menschen mit Altersdiabetes betroffen, dem so genannten Typ-2-Diabetes. „Bei Typ-2-Diabetikern entwickeln sich vor allem häufiger Tumore im Magen-/Darmtrakt, in der Bauchspeicheldrüse und in der Leber als bei gesunden Menschen", sagt Prof. Reiner Hartenstein vom BDI. Dickdarmkrebs kommt beispielsweise bei Diabetikern um 30%, Krebs der Bauchspeicheldrüse sogar um fast 700% häufiger vor.

Warum Menschen mit Diabetes für Krebs anfälliger sind, ist noch unklar. „Eine nahe liegende Erklärung ist, dass beide durch ungesunde Ernährung und Übergewicht begünstigt werden. Da Diabetiker sich oft zu kohlenhydrat- und fettreich ernähren und zu Übergewicht neigen, steigt bei ihnen möglicherweise auch das Krebsrisiko", so Prof. Hartenstein. Möglicherweise lässt aber auch der hohe Insulin-Spiegel Krebszellen schneller wachsen. Denn Insulin ist ein Wachstumsfaktor und fördert unter anderem die Zellteilung - Krebszellen könnten sich so leichter vermehren.

Experten vermuten deshalb, dass Tumore bei Diabetikern schneller wachsen und raten zur regelmäßigen Krebsvorsorge. „Die Krankenkassen erstatten die Kosten einer Dickdarmspiegelung zwar erst ab 55, Menschen mit Diabetes sollten bereits ab 50 alle 5 Jahre eine Darmspiegelung vornehmen lassen", rät Prof. Hartenstein. Auch eine regelmäßige Untersuchung des Stuhls auf Blut, ein so genannter Okkult-Bluttest, könne helfen, Tumore im Magen oder Darm frühzeitig zu erkennen.

 

 

 



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Vor Afrikareise Impfschutz überprüfen

Wer nach Afrika reisen will, sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen.

zum Artikel...

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...