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27.08.2008 Nierentransplantationen sind tagsüber erfolgreicher
Die Bonner Mediziner haben insgesamt 260 Nierentransplantationen unter die Lupe genommen. Gut 60% waren tagsüber durchgeführt worden, der Rest zwischen 8 Uhr abends und 8 Uhr morgens. Gut 16% aller „Nacht-Nieren" mussten aufgrund von chirurgischen Komplikationen im Monat nach der Transplantation ein weiteres Mal operiert werden. Bei den „Tag-Nieren" lag die Komplikationsrate mit gut 6% wesentlich niedriger.´ Nächtliche Operationen sind seltener erfolgreichVermutlicher Grund: Nierentransplantationen sind verhältnismäßig komplizierte Eingriffe. Sie erfordern deshalb höchste Konzentration. Dennoch wird jede 3. Nierentransplantation nachts durchgeführt. „Man hat lange geglaubt, dass die Nieren um jeden Preis möglichst frisch sein müssen, damit die Transplantation erfolgreich verläuft", sagt Dr. Guido Fechner, einer der Autoren der Studie. Als optimal gilt momentan, wenn das Organ spätestens 18 Stunden nach seiner Entnahme wieder eingesetzt wird. „Eine Nierentransplantation könnte innerhalb dieses Zeitfensters durchaus einmal von 5 Uhr morgens auf 8 Uhr verschoben werden, ohne das das Transplantat darunter leidet", betont der Mediziner. Eine Alternative ist die Lebendnierenspende, bei der die Niere einem lebenden Spender entnommen und direkt dem Empfänger eingepflanzt wird. Dies geschieht immer am Tag. Im Schnitt „halten" Spendernieren 9 Jahre, es gibt aber auch Transplantate, die nach mehr als 20 Jahren noch gut funktionieren. Mit entscheidend scheint auch hier die Zeit, zu der die Operation erfolgte: Tages-Nieren' funktionieren zu mehr als 90% noch 5 Jahre nach der Transplantation einwandfrei, bei „Nacht-Nieren" sind es nur 80%.
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Nierentransplantationen sollten am besten tagsüber durchgeführt werden. Diesen Schluss legt zumindest eine Studie nahe, die Urologen und Internisten der Universität Bonn veröffentlicht haben (Transplantation Proceedings 2008, 40: Seite 1341). Demnach erfordern nächtliche Eingriffe mehr als doppelt so häufig eine weitere Operation. Auch die Gefahr, dass das Spenderorgan vorzeitig versagt, ist bei Nacht-OPs höher. 

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