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12.09.2008 Mehr Fuchsbandwurm-Infektionen in Deutschland
In ihrer Analyse verglichen die Wissenschaftler die Anzahl der beim RKI und dem EER registrierten Fälle mit dem Ergebnis einer Umfrage unter über 500 Speziallaboren in Deutschland. Diese sollten darin Angaben über die diagnostizierten Fuchsbandwurm-Fälle zwischen 2003 und 2005 machen. Demnach wurden dem RKI in diesem Zeitraum 60 Patienten gemeldet, dem EER 59. Eine anschließende mathematische Hochrechnung ergab jedoch, dass das nationale Überwachungssystem lediglich 30% der Fuchsbandwurm-Infektionen in Deutschland erfasst hat. „Für dieses schlechte Ergebnis kann es verschiedene Gründe geben: Wahrscheinlich ist sich nicht jeder Labormediziner über die Meldepflicht bewusst. Darüber hinaus basieren fast alle Meldungen auf Blutuntersuchungen, anders diagnostizierte Fälle, wie etwa bei Operationen oder durch pathologische Untersuchungen, werden dagegen kaum registriert. Außerdem ist die Meldeprozedur aufwändig und langwierig", erklärt Prof. Thomas Löscher vom BDI. Um die Quote der erfassten Fuchsbandwurm-Fälle in Deutschland zu verbessern, müssten sie nicht nur von den Laboratorien gemeldet werden, sondern auch von den Ärzten, die die Diagnose gestellt haben. Viele Füchse in Deutschland sind infiziert
Hygiene schützt vor ÜbertragungDer Infektionsmediziner empfiehlt daher:„Essen Sie nie ungewaschenes Gemüse, Kräuter oder Beeren aus dem Garten oder Wald ohne es vorher gründlich zu waschen. Bodennahe Waldbeeren sollten am besten nur abgekocht, z.B. als Marmelade, gegessen werden. Hunde- und Katzenbesitzer sollten ihre Tiere regelmäßig entwurmen lassen."
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