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20.10.2011 Rheumatiker leiden häufig unter Osteoporose
Rheuma löst nicht nur Entzündungen an den Gelenken aus, es fördert auch den Abbau von Knochengewebe. Menschen mit rheumatoider Arthritis haben daher oft eine geringere Knochendichte und erleiden leichter Knochenbrüche. Eine verringerte Knochendichte ist ein wichtiges Diagnosekriterium für eine rheumatoide Arthritis. Verantwortlich für den Knochenabbau ist der Entzündungsbotenstoff Tumornekrosefaktor alpha (TNF alpha). Diese Substanz wird von dem bei Rheumatikern überaktiven Immunsystem gebildet und fördert die Entzündungsprozesse in den Gelenken und anderen Organen. Darüber hinaus verringert TNF alpha aber auch die Anzahl knochenbildender Zellen, so genannter Osteoblasten. Dadurch verschiebt sich das natürliche Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau. Knochenabbau überwiegt KnochenaufbauWährend sich beim gesunden Menschen beide Prozesse die Waage halten, wird bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Rheumaformen, die über einen längeren Zeitraum eine erhöhte Krankheitsaktivität haben, mehr Knochen abgebaut als hinzugefügt. Allerdings ist TNF alpha nicht der einzige Faktor für den Knochenabbau bei rheumatoider Arthritis. Medikamente, die seine Wirkung blockieren, so genannte TNF-alpha-Hemmer, können daher den Knochenabbau nicht völlig zum Stillstand bringen. Durch den verstärkten Abbau von Knochenmaterial verlieren die Knochen an Festigkeit und Flexibilität. „Wie bei einer Osteoporose werden insbesondere in Nähe der Gelenke die mikroskopisch kleinen Knochenbälkchen im Knochen immer dünner und verschwinden teilweise", erklärt Dr. Edmund Edelmann, praktizierender Rheumatologe in Bad Aibling. Wer sich viel in freier Natur und somit in natürlichem Licht aufhält, steigert zudem die Vitamin-D-Produktion. Zusammen mit einer kalziumreichen Ernährung können Rheumatiker so den Knochenaufbau zusätzlich unterstützen.
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Da die Knochen bei Rheuma dadurch weniger belastbar sind und leichter brechen, sollten die Betroffenen den Knochenaufbau fördern und Stürze möglichst vermeiden. „Rheuma-Patienten sollten unbedingt versuchen körperlich aktiv zu bleiben, auch wenn dies durch ihre Erkrankung erschwert wird. Denn regelmäßige Spaziergänge, Radfahren oder Gymnastik fördern die Bildung von neuem Knochenmaterial und halten die Gelenke beweglich", rät der Rheumatologe. 

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