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23.09.2008 Tellinas-Muscheln in Spanien sind mit Hepatitis A verseucht
Leichter Anstieg der gemeldeten Hepatitis-Fälle in DeutschlandNach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) in Berlin wurden in diesem Jahr bisher fast 550 Fälle von Hepatitis A gemeldet. Ein Anstieg von etwa 12% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. „Nicht alle Fälle von Gelbsucht werden gemeldet und deshalb gibt es wahrscheinlich deutlich mehr Erkrankungen. Was wir aber wissen ist, dass es sich bei dem Großteil dieser Fälle um „Urlaubssouvenirs" handelt. Gerade bei Ferienreisen in den Mittelmeerraum wird oft auf den empfohlenen Impfschutz verzichtet. Leider ist es im Nachhinein sehr schwer die genaue Ansteckungsquelle zu ermitteln. Da Muscheln und Meeresfrüchte im Sommerurlaub aber sehr oft auf der Speisekarte stehen, kommen sie natürlich als Infektionsquelle in Betracht. Meldungen wie diese aus Spanien gab es in den letzten Jahren auch immer wieder aus Italien, Frankreich der Türkei und Ägypten. Daher auch die Hepatitis-Impfempfehlung für Reisen ans Mittelmeer", rät Löscher, der Leiter des Tropeninstitutes in München. Zur Grundimmunisierung reicht eine einmalige Injektion aus. Bereits nach 14 Tagen weisen die Impflinge eine sehr hohe Zahl an Abwehrstoffen auf. Daher kann der Schutz auch noch kurz vor der Abreise verabreicht werden - in beliebigem Abstand zu anderen Impfungen. Nach 6 Monaten sollte eine Auffrischung erfolgen, die dann einen Schutz von mindestens 10 Jahren sicherstellt. Viele Krankenkassen in Deutschland bezahlen inzwischen diese Reiseimpfungen. Hier finden Sie eine aktuelle Liste der Krankenkassen, die Schutzimpfungen vor Auslandsreisen erstatten. Weitere Meldungen zum Thema:
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Viele Stumpfmuscheln, die in Spanien als „Tellinas" verkauft werden, sind mit Hepatitis-A-Viren verseucht. Bei 5 der inzwischen 40 Personen, die nach dem Verzehr von „Tellinas-Gerichten" erkrankt waren, konnten Hepatitis-A-Viren im Muschelfleisch der Schalentiere nachgewiesen werden. Damit bestätigten die spanischen Gesundheitsbehörden den Verdacht, dass die aktuelle Häufung von Gelbsuchtfällen vor allem in den Regionen Valencia, Castellon und Allicante tatsächlich auf den Verzehr dieser Meeresfrüchte zurückzuführen ist. Die meisten dieser Schalentiere waren als Tiefkühlprodukte aus Peru importiert und bereits seit Juni tief gefroren in ganz Spanien verkauft worden. Die spanischen Behörden haben inzwischen fast 4.000 Tonnen der verdächtigen Ware aus dem Verkehr gezogen. Dennoch rechnen die Experten im spanischen Gesundheitsministerium mit einem weiteren Anstieg der Erkrankungszahlen, da die offizielle Warnung vor dem Verzehr dieser Meerestiere erst vor 10 Tagen veröffentlicht wurde. „Die Inkubationszeit - also die Zeitspanne zwischen Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit - kann bei Hepatitis A fast einen Monat betragen. In dieser Zeit bemerkt der Infizierte noch nichts von seiner Erkrankung - aber die gefährlichen Erreger vermehren sich bereits in seinem Körper und werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Vor allem dann, wenn Sanitäranlagen gemeinsam benutzt werden oder es Kontakte bei der Lebensmittelzubereitung gibt, besteht erhöhte Ansteckungsgefahr für Kontaktpersonen", warnt Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Übertragen wird das Virus auch durch kontaminiertes Wasser und Lebensmittel, die mit verunreinigtem Wasser in Berührung gekommen sind. Erst nach 2 bis 6 Wochen kommt es zu ersten Krankheitssymptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Später entwickelt sich eine Gelbsucht, der Urin wird dunkel und der Stuhl entfärbt sich. 

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