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31.10.2008

Cholesterin-Medikament erhöht Überlebensrate bei Leberkrebs

Der Cholesterin-Senker Pravastatin verbessert einer neuen Studie zufolge die Erfolgsaussichten einer Leberkrebs-Behandlung (Digestion 2008, 78: Seite 34). In Kombination mit einer so genannten Chemoembolisation überleben Krebspatienten länger als ohne den Wirkstoff, teilt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) mit.

Wirkstoffe, die die Cholesterin-Werte im Blut senken, eignen sich auch zur Krebsbekämpfung. Denn die als Statine bezeichneten Mittel können das Wachstum von Tumorzellen hemmen. „Wie sehr Pravastatin Leberkrebs-Patienten nutzt, war bislang jedoch unbekannt. Nun wissen wir, dass der Wirkstoff die Überlebensrate dieser Patienten um bis zu 50% erhöhen kann", sagt Prof. Dieter Jüngst vom Universitätsklinikum München und Autor der Studie. Eine Behandlung mit Pravastatin und Chemoembolisation habe die mittlere Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten mit Leberkrebs in fortgeschrittenem Stadium in der Studie von 12 auf knapp 21 Monate verlängert. 

Behandlung von Lebertumoren häufig erfolglos

Leberkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten und fordert jährlich über eine Million Todesopfer weltweit. „Die Erkrankung ist schwer zu behandeln, da die meisten Patienten zusätzlich auch noch an einer chronischen Erkrankung der Leber leiden, z.B. einer Leberzirrhose. Außerdem werden Krebszellen oft schnell resistent gegen Krebsmedikamente", erklärt Prof. Jüngst.

Eine Chemoembolisation soll deshalb die Wirksamkeit der klassischen Krebsmedikamente steigern. Dabei wird nach der Medikamentengabe die Leberarterie blockiert, die den Tumor mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. So können die Medikamente in höherer Dosis und über einen längeren Zeitraum auf die Krebszellen einwirken und diese am Wachstum hindern.  „Die neuen Ergebnisse haben nun gezeigt, dass Statine eine Chemoembolisation unterstützen. Sie könnten somit künftig eine wichtige Ergänzung der Leberkrebs-Behandlung sein", so Prof. Jüngst.

 

 



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