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04.06.2007

Ultraschall erleichtert Diagnose von Morbus Crohn

Mehr als 90% aller Morbus Crohn-Erkrankungen lassen sich heute mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) erkennen. Experten fordern deshalb, das Verfahren häufiger anzuwenden. Auf diese Weise ließen sich Diagnostik und Therapie verbessern und den von der chronischen Darmerkrankung betroffenen Patienten könnte geholfen werden.

Mit Hilfe des Ultraschalls kann ein qualifizierter Arzt in vielen Fällen schnell die Ursache eines plötzlichen heftigen Bauchschmerzes klären. Die Sonografie des Dünndarms gehört jedoch nicht zur Basisdiagnostik. „Nicht jeder der ein Ultraschallgerät besitzt, ist für diese Untersuchung qualifiziert, denn neben einer guten Ausrüstung gehört dazu vor allem Erfahrung", sagt Dr. Martin Strauch vom Berufsverband Deutscher Internisten. Außerdem sollte für die Erstdiagnose immer auch eine endoskopische Untersuchung eingesetzt werden, da der Arzt so Gewebeproben aus der Darmwand entnehmen kann.

Die Sonografie vermeidet auf diese Weise eine unnötige Operation", so der Gastroenterologe. Typische Veränderungen beim Morbus Crohn erkennt der Arzt vor allem an Entzündungen entlang der Darmwand. Sie sind als Wandverdickung im Ultraschall erkennbar. Moderne Geräte messen darüber hinaus die Durchblutung. Steigt sie an, ist dies ein Hinweis auf einen Entzündungsschub. Der Arzt weiß dadurch, dass er die Medikamente anpassen muss.

Die Sonografie ist eine der wenigen Untersuchungen der Bauchorgane, die den Patienten nicht belastet. Weder Darmspiegelung, noch Röntgen sind so schonend wie eine Ultraschalluntersuchung. Auch die Strahlenbelastung durch eine Computertomografie entfalle. Der Arzt kann die Sonografie deshalb so oft wie nötig wiederholen.



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