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20.11.2008

Hepatitis C hat gute Heilungschancen

Eine vom Typ Hepatitis C kann heute in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Behandlung frühzeitig nach der Infektion begonnen wird und dass die Patienten bereit sind,  über mehrere Monate die Nebenwirkungen der Medikamente zu ertragen. Daran scheitern jedoch viele Behandlungsversuche, wie Experten berichten (Deutsche Medizinische Wochenschrift 2008, 133: Seite 1572).

Die Hepatitis C wird heute mit den Medikamenten Interferon und Ribavirin behandelt. Damit sollen die Viren dauerhaft eliminiert werden. Die Therapie kann zwar ambulant durchgeführt werden, doch mit den regelmäßigen Blutuntersuchungen und der Verabreichung der Medikamente ist es nicht getan. Denn die Behandlung ist für die Patienten äußerst strapaziös: Depressionen, Schlafstörungen, Juckreiz, Hautausschläge sind die häufigsten Nebenwirkungen, welche die Patienten ein halbes Jahr oder länger ertragen müssen. Viele Menschen mit Hepatitis C können sich deshalb nicht zu einer Therapie durchringen oder brechen sie vorzeitig ab, zumal die meisten durch die Infektion selbst keine oder nur eine geringe Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität haben.

Übertragung durch verunreinigte Bluttransfusionen oder Spritzen

Dennoch raten die Experten zu einer frühzeitigen Therapie. Denn wenn die Leber bereits geschädigt ist, sinken die Erfolgschancen. Auch ein hohes Alter und eine starke Viruslast im Blut wirken sich negativ aus. Die Erfolgsaussichten der Therapie hängen stark von der Unterart des Hepatitis-C-Virus ab. Patienten mit dem Typ 1 Hepatitis-C-Virus sind etwa die Hälfte der Patienten nach der Behandlung Virus-frei. Diesen Typ finden die Mediziner überwiegend bei Menschen, die bei Bluttransfusionen infiziert hatten, bevor das Virus nachgewiesen werden konnte.

Häufiger ist heute der Typ 2/3, der in der Regel beim Drogenkonsum über infizierte Spritzen übertragen wird. Diese Patienten sind trotz der besseren Therapiechancen die Sorgenkinder der Ärzte. Soziale Probleme und Drogensucht verhindern häufig, dass die Patienten die anstrengende Therapie lang genug durchhalten.

 

 



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