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01.12.2008

Pfefferminz-Öl hilft bei Reizdarm

Pfefferminz-Öl, Ballaststoffe und krampflösende Medikamente können die Symptome eines Reizdarm-Syndroms lindern. Britische Wissenschaftler haben bestätigt, dass Menschen mit einem überempfindlichen Darm von diesen Mitteln profitieren, teilt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) mit.

Dafür werteten die Forscher 35 geeignete Studien aus, die die Wirkung von Pfefferminz-Öl, Ballaststoffen oder verschiedenen Krampflösern bei Reizdarm-Patienten untersuchten (British Medical Journal 2008, 337: Seite a2313). Am wirksamsten ist demnach Pfefferminz-Öl, das das Risiko für Beschwerden auf 43% senkt. Jedem 3. Patienten konnte damit geholfen werden. Krampflösende Medikamente wirken je nach Wirkstoff unterschiedlich gut, im Schnitt reduzieren sie das Beschwerderisiko auf 68%. Von allen untersuchten Ballaststoffen scheint Wegerich-Schrot den stärksten Effekt (78%) zu haben, Weizenkleie war in den Untersuchungen dagegen wirkungslos.

Kostengünstige und schonende Alternative

Da die Ursachen eines Reizdarms bislang kaum bekannt sind, werden vor allem die auftretenden Symptome behandelt, z.B. Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme und veränderte Stuhlgewohnheiten. „Bislang fehlten fundierte Daten dazu, wie ein Reizdarm-Syndrom wirksam behandelt werden kann. Nachdem einige neue Medikamente nachweislich unwirksam sind und andere starke Nebenwirkungen hervorrufen können, deuten die neuen Ergebnisse nun auf nebenwirkungsarme und kostengünstige Alternativen", sagt Dr. Martin Strauch vom BDI. Während Ballaststoffe dem Experten zufolge die Verweildauer der Nahrung im Darm verlängern und so die Verdauung unterstützen, helfen Pfefferminz-Öl und krampflösende Medikamente die Darmmuskulatur zu entspannen und so Bauchschmerzen zu verhindern.

Neben einer gesunden Ernährung und einer Behandlung mit Medikamenten können Reizdarm-Patienten auch von psychotherapeutischen Maßnahmen profitieren. „Psychische Faktoren wie Nervosität, Angst oder Kummer wirken sich auf die Verdauung aus und können ein Reizdarm-Syndrom begünstigen. Eine Gesprächs- oder Verhaltenstherapie und Entspannungstechniken können daher ebenfalls helfen, Stress abzubauen und so den Darm zu entlasten", empfiehlt Dr. Strauch.

 

 



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