Internisten im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


03.12.2008

Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln muss nachgewiesen werden

Jahrzehntelange gute Erfahrungen mit einem homöopathischen Arzneimittel reichen für eine nachträgliche Zulassung auf dem deutschen Markt nicht aus. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Auch für die so genannte Nachzulassung von homöopathischen Mitteln müssen die Hersteller umfassende, wissenschaftlich fundierte Nachweise über die Unbedenklichkeit und Verträglichkeit vorlegen. Das gilt für alle Präparate, die schon vor Inkrafttreten des ersten Arzneimittelgesetzes 1978 auf den Markt kamen und noch immer vertrieben werden. Solche Medikamente sollten laut dem Gesetz bis Ende 2005 ein Nachzulassungsverfahren durchlaufen.

Im konkreten Fall ging es um ein seit 1959 genutztes Mittel gegen Wechseljahrbeschwerden. Es enthält Tintenfischtinte (Sepia officinalis) und Schlangengift (Lachesis muta) - in extrem verdünnter Form. Die Arzneimittelzulassungbehörde, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, verweigerte dem Präparat seinen Segen. In der homöopathischen Literatur würden die beiden Stoffe als unvereinbar gelten, sie könnten sich also in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigen, lautete die Begründung. Die Herstellerfirmen hätten einen Nachweis über die Unbedenklichkeit führen müssen.

Das sahen die beiden Pharmafirmen anders. Sie verwiesen darauf, dass die Mittel seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt würden. Homöopathie sei eine „empirische Medizin" - Erfahrungswerte seien also ausschlaggebend. Das Bundesverwaltungsgericht entschied, die Firmen müssten zwar keine klinischen Studien vorlegen, wohl aber „wissenschaftliches Erkenntnismaterial" wie etwa aussagekräftige Anwendungsbeobachtungen.

 

 



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Vor Afrikareise Impfschutz überprüfen

Wer nach Afrika reisen will, sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen.

zum Artikel...

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...