Internisten im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


10.12.2008

Bypass oder Stent bei verengter Herzarterie?

Verengung der HerzkranzgefäßeNeue Studienergebnisse erlauben keine klare Empfehlung, mit welchem Verfahren Patienten mit Verengung des linken Hauptstammgefäßes oder Verengungen an allen 3 Herzkranzgefäßen behandelt werden sollen. Zu diesem Ergebnis kommt die eine große internationale Studie, die auf dem Europäischen Kardiologenkongress in München vorgestellt wurde. In der Studie wurde an mehr als 3.000 Patienten untersucht, ob eine Katheterbehandlung mit Gefäßerweiterung oder eine Platzierung von Stents bessere Gesamtergebnisse liefert.

Nach einem Beobachtungszeitraum von einem Jahr schneiden demnach Patienten, deren verengte Herzkranzgefäße per Katheter-Eingriff mit einem Stent erweitert worden sind, nicht besser ab als Patienten, die sich einer Bypass-OP unterzogen hatten. Gemessen wurde, wie häufig Patienten verstarben, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten sowie wie oft ein erneuter gefäßerweiternder Eingriff notwendig wurde. Lediglich die Schlaganfallhäufigkeit war mit einem Stent niedriger als bei den Bypass-operierten Patienten.

Eine klare Empfehlung für oder gegen ein der beiden Methoden lässt sich damit aus den Ergebnissen nicht ableiten. Experten zufolge wird der behandelnde Arzt künftig bei der Auswahl des Verfahrens häufiger auf den Wunsch des Patienten Rücksicht nehmen müssen. Zwar ist das Einsetzen eines Stents per Katheter über die Leiste wesentlich schonender als eine Bypass-Operation, dennoch ist laut Studie das Risiko höher, dass der Katheter-Eingriff nach einem Jahr wiederholt werden muss. Es liegt also mit am Patienten, ob er sich für die schonendere, aber möglicherweise nicht erfolgreiche Methode entscheidet.

 

 



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...