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31.05.2007

Welt-Nichtrauchertag: Passivrauchen nachweislich gesundheitsgefährdend

Passivrauchen wird mit einem erhöhten Risiko für Krebs und Herzinfarkt in Verbindung gebracht. Bisher gab es dafür allerdings nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen. Jetzt haben Dr. Andrea Venn und Kollegen von der Universität Nottingham im Blut von Passivrauchern erhöhte Spiegel von bestimmten Markern nachgewiesen, die auf ein erhöhtes Risiko für die koronare Herzkrankheit (KHK) hindeuten. Eine KHK ist eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und gilt als Hauptursache für einen Herzinfarkt.

An der Untersuchung haben 7.599 Nichtraucher teilgenommen. Ob und wie stark die Testpersonen durch Passivrauchen belastet waren, wurde objektiv durch Messung der Cotinin-Spiegel im Blut überprüft. Cotinin ist ein Abbauprodukt des Nikotins - sein Vorkommen im Blut belegt, dass der Körper vor kurzem Nikotin aufgenommen hat. Ob Passivrauchen auch Gefäßschäden begünstigt, wurde überprüft, indem die Konzentration von Homocystein und Fibrinogen gemessen wurde. Erhöhte Blutwerte dieser Substanzen gelten als Risikofaktoren für eine KHK.

Bei der Auswertung der Daten zeichnete sich der folgende Zusammenhang ab: Menschen, die nie aktiv geraucht haben, bei denen aber in Folge von Passivrauchen Cotinin im Blut nachgewiesen werden konnte, hatten auch deutlich erhöhte Spiegel von Fibrinogen und Homocystein. Ihre Messwerte erreichten etwa ein Drittel derer von aktiven Rauchern. Ohne Cotinin im Blut - bzw. ohne stärkere Belastung durch Passivrauchen - war das hingegen nicht der Fall.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind ein weiterer Hinweis darauf, dass Passivrauchen die Gefahr für einen Herzinfarkt erhöht. Sie unterstützen damit Forderungen nach einem besseren Nichtraucher-Schutz, z. B. durch Rauchverbote in Gaststätten.

Quelle: Circulation 2007, 11; S. 990-995



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