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06.06.2007

Wer an Salz spart, beugt Herzinfarkt und Schlaganfall vor

Wer täglich ein Drittel weniger Salz zu sich nimmt, vermindert sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um ein Viertel. Zu diesem Schluss kommen 2 amerikanische Untersuchungen bei Menschen mit erhöhtem Blutdruck. Auf den durchschnittlichen Salzkonsum in Deutschland bezogen bedeutet dies, dass man auf 3 Gramm Salz pro Tag verzichten sollte, denn hierzulande nehmen Männer derzeit täglich 9 Gramm, Frauen 7 Gramm Salz auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt dagegen einen Richtwert von 6 Gramm Salz täglich.

3 Gramm Salz entsprechen einer Menge, wie sie z. B. in 100 Gramm Salami (etwa 5 Scheiben), in 150 Gramm Kasseler oder in 125 Gramm Camembert enthalten sind. Salzarme Lebensmittel sind Milch und Joghurt (0,5 Gramm pro halben Liter), Muskelfleisch (0,1-0,3 Gramm Salz pro 100 Gramm) oder Fisch (< 0,3 Gramm pro 100 Gramm).

 

Studien belegt schädlichen Einfluss von Salz

US-amerikanische Wissenschaftler untersuchten Ende der 80-er und Anfang der 90-er Jahre die Auswirkung verschiedener nicht-medikamentöser Behandlungsmethoden auf den Blutdruck, z. B. Verringerung des Salzkonsums, Senkung des Körpergewichts, besserer Umgang mit Stress oder Nahrungsergänzungsmittel. Dazu teilten sie über 3.000 Patienten mit erhöhtem Blutdruck in verschiedene Gruppen auf und verglichen die Wirkung der Behandlungen auf den Blutdruck der Studienteilnehmer. Beide Studien zeigten damals, dass bei den Probanden, die 25-30% weniger Salz zu sich nahmen, der Blutdruck sank.

In einer Nachauswertung dieser beiden Studien konnten die Wissenschaftler nun zeigen, dass 10-15 Jahre nach Beginn der Untersuchungen eine Verringerung der täglich aufgenommenen Salzmenge das Risiko für Herz-/Kreislauf-Erkrankungen um 25-30% senkt. In der Gruppe mit geringem Salzkonsum lag zudem die Sterblichkeit um 20% niedriger.

Die Studien belegen nach Aussage der Forscher einen Zusammenhang zwischen aufgenommener Salzmenge und Herz-/Kreislauf-Erkrankungen. „Wer weniger Salz über die Nahrung zu sich nimmt, senkt sowohl den Blutdruck als auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall", folgern die Wissenschaftler.

Quelle: British Medical Journal 2007, 334; S. 885



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