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27.02.2009 Forscher schützen Körper vor dem eigenen Immunsystem
Immunzellen durchlaufen während ihrer Entwicklung einen Reifeprozess. Dabei werden die Zellen aussortiert, die auf körpereigene Strukturen reagieren. Bei Autoimmunerkrankungen, wie z.B. rheumatoider Arthritis oder Morbus Bechterew, funktioniert unter anderem diese Auslese nicht mehr. Infolgedessen bleiben Immunzellen übrig, die verschiedene Gewebetypen angreifen und dort schwere Entzündungen hervorrufen können. Wissenschaftler suchen deshalb schon lange nach Wegen, wie sie die Toleranz des Immunsystems gegenüber dem eigenen Körper wieder herstellen können. Schäden durch umprogrammierte Immunzellen verhindert
Das Immunsystem derart gezielt zu unterdrücken, war bis jetzt unmöglich. „Das Problem ist, dass in den meisten Fällen nicht bekannt ist, gegen welche Strukturen im Körper sich überaktive Immunzellen genau richten. Bislang gibt es lediglich Medikamente, die das Immunsystem nur unspezifisch dämpfen oder die Entzündungsreaktionen unterdrücken. Die neuen Ergebnisse könnten daher ein wichtiger Fortschritt auf dem Weg sein, das Immunsystem gezielt zu beeinflussen", sagt Prof. Jörn Kekow vom BDRh. Allerdings seien die Erkenntnisse noch weit davon entfernt, beim Menschen angewandt werden zu können. „Ob Menschen mit einer Autoimmunerkrankung eines Tages mit dieser Technik behandelt werden können, ist noch offen", so Prof. Kekow. Zunächst müssten die neuen Erkenntnisse auf den Menschen übertragen und dann die Wirkung sowie mögliche Nebenwirkungen untersucht werden.
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