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15.07.2009 Übergewichtig und trotzdem unterernährt?
Studien weisen demnach darauf hin, dass das gleichzeitige Auftreten von Übergewicht und einer unzureichenden Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen häufig mit ärmlichen Lebensverhältnissen in Zusammenhang steht. Bei vielen Familien reicht das Geld oft nur für eine Ernährung, die zwar den Energiebedarf deckt, aber nicht gesundheitsförderlich ist. In der finanziell angespannten Situation greifen solche Familien häufig auf qualitativ mindere Lebensmittel zurück, die ihnen kostengünstiger erscheinen. Kalorienreich, aber nährstoffarm
Über Ernährungsprogramme - wie beispielsweise die hochwertigen Schulmahlzeiten des amerikanischen "National School Lunch Program" - könnte man direkten Einfluss auf die "risikobelasteten Bevölkerungsgruppen" nehmen. Solche Programme sind nach Meinung Schneiders jedoch kein Garant für den Konsum gesünderer Lebensmittel im privaten Bereich. Wichtiger sei, in zentralen Einrichtungen wie Schulen eine gesunde Ernährungsweise vorzustellen oder die Kennzeichnung von Lebensmitteln in Lebensmittelmärkten und Discountern nach dem Ampelprinzip.
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Übergewichtig und doch nicht ausreichend ernährt – nach ernährungsmedizinischen Richtlinien hat sich in letzter Zeit ein Problem offenbart, das paradox erscheint. Nicht nur in Schwellenländern, auch in den Industriestaaten ist dieser Widerspruch immer häufiger zu beobachten, schreibt Dr. Andrea Schneider in der Fachzeitschrift Aktuelle Ernährungsmedizin (2008, 33: Seite 286).
Diese sehr energiedichten Nahrungsmittel sind zu fettig, haben zudem eine ungünstige Fettsäure-Verteilung, weisen einen hohen Anteil an hoch aufgeschlüsselten Kohlenhydraten auf und enthalten zu wenige Ballaststoffe. Der niedrige Gehalt an Mikronährstoffen führt letztendlich zum Phänomen der Mangelernährung. Das vermehrte Fettgewebe der Übergewichtigen beeinträchtigt außerdem den Stoffwechsel von Vitamin-D und Eisen. "Angesichts der weltweiten Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse muss eine Eskalation dieses Problems befürchtet werden", warnt die Expertin. 




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