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18.03.2009 Erster Ebola-Fall in Deutschland?
Die Sicherheitsvorschriften müssten trotz des Unfalls nicht verschärft, sondern noch sorgfältiger eingehalten werden, betonte der stellvertretende Leiter des Bernhard-Nocht-Instituts, Egbert Tannich. „Der Unfall hätte nicht passieren sollen." In Deutschland habe es noch nie einen Ebola-Verdachtsfall gegeben. Zuletzt sei es im Jahr 2002 in Kanada zu einem ähnlichen Laborunfall gekommen. Erstmals Ebola-Impfstoff im EinsatzDie erfahrene Forscherin vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin wurde weltweit erstmals mit einem gentechnisch veränderten Impfstoff behandelt. Er besteht aus dem abgeschwächten Erreger einer Tierkrankheit, der ein Oberflächenprotein des Ebola- Virus trägt. Die Wissenschaftlerin hat die neuartige Impfung zunächst gut vertragen. Nach wenigen Stunden ist es aber zu einer Impfreaktion gekommen, die Patientin litt unter Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Da bei Ebola ähnliche Beschwerden auftreten, kam die Frau auf die Isolierstation des UKE. Ein Arzt und 3 Pflegekräfte in Schutzanzügen betreuen sie in dem Sicherheitszelt. Die Impfreaktion klang schließlich nach wenigen Stunden wieder ab. „Dennoch ist nicht auszuschließen, dass es sehr kleine Virus-Mengen im Körper der Patientin gibt, die sich vermehren können", sagte Tannich. Ausbruch der Erkrankung bis zu 3 Wochen späterOb sich die Frau tatsächlich angesteckt hat, wird erst in rund 3 Wochen klar sein: Die Inkubationszeit - die Zeit zwischen der Infektion mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome - liegt laut Schmiedel zwischen 3 und 21 Tagen, im Mittel bei 12 Tagen. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, hieß es. Das gefährliche Ebola-Virus tritt vor allem in Afrika auf. Der Erreger lässt die Blutgerinnung zusammenbrechen und führt daher zu starken Blutungen. Die Patienten bluten aus der Nase und aus allen Körperöffnungen. Schmiedel betonte: „Wenn es zu einer Übertragung kommt, nimmt die Krankheit in aller Regel einen tödlichen Verlauf."
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Eine Wissenschaftlerin hat sich möglicherweise mit dem lebensbedrohlichen Ebola-Virus infiziert. Es wäre das erste Mal, dass ein Mensch in Deutschland an dem aggressiven Erreger erkrankt. Die Forscherin wollte im Hochsicherheitslabor Antikörper herstellen, um Ebola besser diagnostizieren zu können. Bei Arbeiten im Hochsicherheitslabor habe sich die Frau durch 3 Paar Handschuhe hindurch "minimal" mit einer Nadel verletzt, teilte das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gestern mit. Sie sei derzeit völlig beschwerdefrei, sagte der behandelnde Arzt Stefan Schmiedel. „Aber wir sind nicht ganz sicher, dass sie nicht eine Ebola-Erkrankung entwickelt." Bisher deute allerdings kein einziges Untersuchungsergebnis darauf hin. Die Frau ist in Quarantäne.




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