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03.04.2009 Erektionsstörung als Vorbote von GefäßerkrankungenLässt bei älteren Männern die Fähigkeit zur Erektion nach, kann dies ein erstes Anzeichen für Schäden und Beläge in den Blutgefäßen sein. Die Betroffenen sollten sich deshalb vom Spezialisten untersuchen lassen, empfehlen Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Häufig ließen sich Erektionsstörungen auch ohne Potenzpille behandeln, so die Internisten. Erektionsstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben viel gemeinsam: Sie nehmen im Alter zu und treten häufiger bei Rauchern, Diabetikern und Männern mit hohem Blutdruck oder hohen Cholesterin-Werten auf. Zudem haben beide möglicherweise die gleiche Ursache, nämlich einer Funktionsstörung der Zellen, die die Blutgefäße von innen auskleiden. Das gilt für die Herzkranzgefäße, wo gefährliche Ablagerungen einen Herzinfarkt auslösen können ebenso wie für die Arterien, durch die das Blut in die Schwellkörper des Penis fließt. Eine erektile Dysfunktion ist oft ein erstes Zeichen einer solchen Schädigung. Blutdruck-Medikamente könnten helfenErektionsstörungen gehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufig voraus: 4 von 5 Patienten mit zunehmender Herzschwäche klagen über Potenzstörungen, deren Beginn bis zu 7 Jahre zurückliegen kann. Deshalb sollten betroffene Männer einen Kardiologen zu Rate ziehen. Oft könne der Experte für Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Patienten auch ohne Potenzpille von ihren Erektionsstörungen befreien. Substanzen mit starkem Gefäßschutz können hier nützlich sein. Die Blutdruckkontrolle erfolgt über das so genannte Renin-Angiotensin-System der Niere. Das Eiweiß Angiotensin II steigert nicht nur den Blutdruck, es steuert auch das Erschlaffen des Penis nach dem Geschlechtsverkehr. In Tierexperimenten kann Angiotensin II eine Erektion verhindern - es sei denn, die Tiere wurden vorher mit Angiotensin-II-Rezeptorblockern behandelt. Diese Medikamente können deshalb möglicherweise auch Potenzstörungen lindern. Auch auf andere Wirkstoffe wie etwa die ACE-Hemmer kann dies zutreffen. Diese greifen ebenfalls in die hormonelle Kontrolle des Blutdrucks ein.
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