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06.06.2007

Weitere Kassen erstatten Reiseimpfungen

Ab sofort erstattet auch die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK, etwa 4,6 Mio. Versicherte) alle wichtigen Reiseimpfungen für ihre Versicherten. Dies teilte die DAK auf Anfrage des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI) mit. Diese so genannten Reiseimpfungen umfassen z.B. die Impfungen gegen eine durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis - kurz FSME), die für Länder wie Österreich oder Tschechien empfohlen werden. Zu den wichtigen Auslandsimpfungen gehören auch die Impfungen gegen Gelbsucht (Hepatitis A und B). Die Erreger, die eine infektiöse Leberentzündung auslösen können, sind in Osteuropa (Bulgarien, ehem. Jugoslawien, Russland u. a.), im gesamten Mittelmeerraum, aber auch in beliebten Urlaubsländern wie der Türkei oder Ägypten weit verbreitet. Daher wird Reisenden in diese Länder eine Impfung empfohlen.

Damit hat sich neben der Kaufmännischen Krankenkasse Hannover (KKH) und der Techniker Krankenkasse eine weitere gesetzliche Krankenversicherung (GKV) dazu entschlossen, diese wichtige Gesundheitsprävention für ihre Mitglieder anzubieten. „Die Versicherten können sich ab sofort vor der geplanten Urlaubsreise bei ihrem Arzt impfen lassen. Sie erhalten dann dafür eine Rechnung vom Arzt, die zusammen mit den Impfstoffkosten  -  unter Berücksichtigung der gesetzlichen Zuzahlung - bei uns eingereicht werden können", erläutert Michaela Speldrich, Pressesprecherin der TK die jetzt gültige Erstattungspraxis.

Neben den Impfungen gegen Hepatitis A und B, FSME gehören auch  die Impfungen gegen Tollwut, Meningokokken, Gelbfieber und Typhus in das neue Leistungspaket der Versicherten. „Für alle Touristen, die in den Sommerferien eine Urlaubsreise ins Ausland planen, ist das eine sehr gute Nachricht. Und das gilt nicht nur für Fernreisen. Gerade für die so genannten Pauschaltouristen, die oft ein nur sehr begrenztes Budget zur Verfügung haben,  bieten diese neuen Angebote die Chance der optimalen Gesundheitsvorsorge. Bei einem Familienurlaub, z.B. in der Türkei, ist eine vorbeugende Impfung der Eltern und vor allem auch der Kinder gegen Gelbsucht unbedingt zu empfehlen. Die Türkei zählt zu den Ländern mit hohem Hepatitis-A- und erhöhtem Hepatitis-B-Risiko. Da Urlaubsreisen in die Türkei sehr günstig sind, haben viele Reisende die zusätzlichen Kosten für die notwendigen Impfungen bisher eher gescheut", berichtet Prof. Hans-Dieter Nothdurft vom Tropeninstitut in München von seinen Erfahrungen in der reisemedizinischen Ambulanz.

 

Versicherte sollten sich bei ihrer Kasse erkundigen

Das Bundesversicherungsamt (BVA) hatte mit der Genehmigung dieser neuen  Satzungsleistung bei der KKH im Mai den Weg freigemacht für andere Kassen, Reiseimpfungen für alle Versicherten zu erstatten. Nach einer Umfrage des BDI planen auch andere gesetzliche Krankenkassen, Reiseimpfungen in den Leistungskatalog für ihre Versicherten aufzunehmen. „Da sich die Erstattungspraxis von Kasse zu Kasse auch noch kurzfristig ändern kann, raten wir unseren Patienten, sich vorab bei ihrer eigenen Kasse nach der Kostenübernahme der Reiseimpfungen zu erkundigen. Impfungen gehören zu den effektivsten medizinischen Maßnahmen, die wir zur Verfügung haben. Gerade bei Reisen in Ländern mit höheren Infektionsrisiken als Deutschland, sollte die vorbeugende Schutzimpfung -  die manchmal lebensrettend sein kann - selbstverständlich sein", warnt Nothdurft. „Jetzt ist die optimale Zeit, um einen Termin beim Arzt oder beim Tropeninstitut zu vereinbaren. Viele Impfungen müssen im Abstand von einigen Wochen 2-mal gegeben werden, um einen optimalen Schutz zu erzielen. Wer also bereits Ende Juni verreist, sollte jetzt schnell seinen Arzt aufsuchen", rät der Reisemediziner aus München.



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