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07.04.2009

Borreliose sollte nicht unterschätzt werden

ZeckeDie Deutsche Borreliose-Gesellschaft warnt vor einer Unterschätzung der von Zecken übertragenen Infektionskrankheit Borreliose. Obwohl diese Krankheit relativ häufig sei, dominiere in der öffentlichen Wahrnehmung die viel seltenere Hirnerkrankung FSME. Bei der Aufklärung über die Zeckengefahr dominiert die FSME-Schutzimpfung, diese hilft aber gegen Borreliose nicht. Schätzungen gehen von 60.000 bis 100.000 Borreliose-Neuerkrankungen jährlich in Deutschland aus, bei FSME werden 180 Fälle bekannt.

Nach Einschätzung der Experten ist vielen Menschen zudem nicht bewusst, dass auch in einer nicht als Risikogebiet für FSME ausgewiesenen Region Borreliose-Infektionsgefahr besteht. Je nach Region sind nach Angaben der Gesellschaft bis zu 30% der in Deutschland vorkommenden Zecken mit Borrelien infiziert. Diese Bakterien gelangen beim Stich einer Zecke ins Blut. Typisches Krankheitssymptom ist ein sich um die Einstichstelle ausbreitender roter Hautring, die so genannte „Wanderröte". Weitere Symptome sind grippeartige Gelenk- und Muskelschmerzen, Lähmungen in Armen oder Beinen und Hautveränderungen. Unbehandelt kann es Jahre später zu Entzündungen des Gehirns und des gesamten Nervensystems kommen.

Borreliose lässt sich häufig nur schwer zweifelsfrei feststellen, weil die Symptome unspezifisch und die Nachweismethoden etwa durch Labortests nicht immer eindeutig sind. Es kommt auch vor, dass unterschiedliche Labors unterschiedliche Ergebnisse liefern. Behandelt wird die Erkrankung mit Antibiotika. Eine Schutzimpfung gegen Borreliose gibt es bislang nicht.

 

 



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