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17.04.2009 Monokultur im Darm
Im menschlichen Dickdarm leben mehr als 400 verschiedene Bakterienarten, ohne die der Körper viele Nahrungsbestandteile nicht verwerten könnte. Durch ein Überangebot an Nährstoffen nehmen offenbar manche Mikroorganismen auf Kosten anderer überhand. Wie amerikanische Wissenschaftler im Fachmagazin Nature herausgefunden haben, sind bei übergewichtigen Menschen Bakterien vom Typ Actino-Bakterien in der Überzahl, während bei Normalgewichtigen die so genannten Bacteroides-Bakterien vorherrschen. Darüber hinaus verringert Übergewicht insgesamt die Vielfalt der Lebensgemeinschaften im Darm. Überangebot an Nährstoffen bringt Darmflora aus dem Gleichgewicht
Eine gesunde Ernährung kann also dafür sorgen, dass die Vielfalt der Darmflora erhalten bleibt. So kann eine kalorienarme Ernährung den Anteil der Bacteriodes-Bakterien bei übergewichtigen Menschen wieder erhöhen. Bakterienkulturen aus Joghurts oder Probiotika haben dagegen keinen direkten Einfluss auf die Zusammensetzung der Darmflora, denn sie werden durch die Magensäure und durch Enzyme bereits im Magen und Dünndarm zerstört.
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Die Ernährungsgewohnheiten und das Körpergewicht wirken sich auch auf die Zusammensetzung der
„Die Zusammensetzung der Darmflora hängt eng mit der Ernährungsweise zusammen: Wie bei einer Algenblüte durch überdüngtes Wasser, können sich auch im Darm manche Mikroorganismen explosionsartig vermehren, wenn zu viele Nährstoffe vorhanden sind. Aus einer vielfältigen Darmflora wird dann quasi eine eintönige Monokultur", erklärt Prof. Richard Raedsch vom BDI. Umgekehrt beeinflussen die Darmbakterien auch die Energieaufnahme aus der Nahrung. „Aus Untersuchungen an Mäusen wissen wir beispielsweise, dass die Bakterienflora übergewichtiger Tiere Kohlenhydrate effizienter verwerten kann und diese dadurch noch effizienter Kalorien aufnehmen. Auch beim Menschen könnte eine einseitige Darmflora so zu noch mehr Übergewicht führen", so der Gastroenterologe vom St.-Josefs-Hospital in Wiesbaden. 

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