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13.05.2009 Schlechte Noten für Diabetes-Therapie in Deutschland
Den Wissenschaftlern der Studie zufolge kann man mit der Therapiequalität in Deutschland nicht zufrieden sein. Nach Ansicht der Experten werden viele Patienten zu lange mit Blutzucker-Tabletten (orale Antidiabetika) behandelt. Erfolge seien aber nur durch eine frühere Intensivierung der Therapie möglich einschließlich einer Einstellung auf Insulin. Erfreulich ist dagegen, dass deutlich mehr Patienten heute Medikamente zur Senkung von Blutdruck und Cholesterin erhalten - wenn auch die Behandlungserfolge nach den Ergebnissen dieser Studie noch keinesfalls ausreichend sind. Außerdem nehmen mehr Diabetiker Acetylsalicylsäure oder andere Mittel ein, die durch Hemmung der Funktion der Blutplättchen das Risiko eines Herzinfarkts senken. Nur ein Drittel der Patienten optimal eingestelltDie Untersuchung begleitete über 4.000 Typ-2-Diabetiker in den Jahren 2002 bis 2007, davon konnten knapp 3.000 über den gesamten Zeitraum ausgewertet werden. Während dieser Zeit haben sich trotz einheitlicher Diagnose- und Therapierichtlinie die Blutzucker-Werte der Patienten zum Teil sogar weiter verschlechtert: Hatten zu Beginn der Studie noch knapp 43% einen optimalen Blutzucker, so erreichten am Ende nur noch knapp 37% dieses Therapieziel. Noch größere Defizite sehen die Mediziner bei der Behandlung der Begleiterkrankungen. Nur bei einer Minderheit der Betroffenen liegt ausschließlich ein Diabetes vor, fast alle Typ-2-Diabetiker haben neben einem erhöhten Blutzucker noch weitere Gesundheitsstörungen, z. B. Übergewicht, erhöhter Blutdruck und erhöhte Blutfette, also ein so genanntes Metabolisches Syndrom. Trotzdem haben die meisten Patienten im Verlauf der Studie weiter an Gewicht zugenommen. Auch der Anteil der Patienten mit normalem Blutdruck lag 2007 mit 27% zu niedrig, einen normalen Cholesterin-Wert hatten nur 30%.
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