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26.05.2009 Mehr Übergewichtige in Nord- und Ostdeutschland
Ernährungsexperten fordern deshalb Betreuungsprogramme durch Ärzte. Da diese regional organisiert werden müssten, haben die Forscher Studiendaten nach Bundesländern ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass Gewichtsprobleme in Deutschland ungleich verteilt sind: Mit fast 40% leben die meisten Übergewichtigen in Thüringen. Am seltensten kommen Gewichtsprobleme in Berlin vor. Auch hier sind es jedoch immer noch 31%. Fettleibigkeit ist in Sachsen-Anhalt mit 28,3% am weitesten verbreitet. In Bremen betrug der Anteil nur 19,8%. Insgesamt erkennen die Forscher ein regionales Gefälle von Nordost nach Südwest. Dieses besteht auch beim Taillenumfang. Extreme Werte fanden sie mit 42,1% am häufigsten in Sachsen-Anhalt, am seltensten in Hamburg mit 30,5%. In allen Bundesländern haben Frauen häufiger Figurprobleme als Männer. Diabetiker haben oft hohen BMIProf. Hans Hauner vom Lehrstuhl für Ernährungsmedizin der TU München zufolge zählen Übergewicht und Fettleibigkeit zu den wichtigsten vermeidbaren und vorzubeugenden medizinischen Problemen der Gegenwart. Ab einem Körperfett-Index von 25 beginnt Übergewicht. Liegt dieser Body-Mass-Index BMI höher als 30, handelt es sich um Fettleibigkeit. Beides sei hochgradig gesundheitsgefährdend: Etwa die Hälfte aller Neudiagnosen eines Typ-2-Diabetes mellitus stellen Ärzte bei Menschen mit einem BMI über 30. Fast ein Fünftel der Patienten hat bei Diagnose sogar einen BMI von über 35. Fettleibige bedürften deshalb medizinischer Behandlung.
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